»Zeynep« bringt extremes Unwetter »Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!«

Freitag bringt »Zeynep« die nächsten Orkanböen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Wind mit mehr als 140 km/h. Der Meteorologe Kachelmann ruft auf Twitter mit drastischer Wortwahl zur Vorsicht auf. Es besteht Lebensgefahr.
Bei Bad Bevensen in Niedersachsen stürzt am Donnerstag im Sturm ein Baum auf einen Pkw. Der Fahrer wird tödlich verletzt.

Bei Bad Bevensen in Niedersachsen stürzt am Donnerstag im Sturm ein Baum auf einen Pkw. Der Fahrer wird tödlich verletzt.

Foto: Philipp Schulze / dpa

Umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen: Die Aufräumarbeiten nach dem Sturm »Ylenia« sind vielerorts in Deutschland noch im Gange. Doch eine lange Verschnaufpause wird es für die vielen Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei nicht geben: »Es zieht noch ein Orkan auf«, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hamburg am Donnerstag. »Zeynep« könnte in Teilen noch stärkere Orkanböen bringen. Der Schwerpunkt dieser neuen Sturmlage ab Freitagnachmittag bis Samstagmorgen liege im Norden und in der Mitte Deutschlands, hieß es am Donnerstagabend im DWD-Warnlagebericht.

Vor allem an den Küsten dürfte es von Freitag auf Samstag ruppig werden, wie DWD-Meteorologin Franka Nawrath der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. »Wir warnen vor extremen Orkanböen bis 135 Stundenkilometern an der Nordseeküste.« In Ostfriesland könnten die Sturmböen sogar mehr als 140 Stundenkilometer betragen. Für die betroffenen Regionen gab der DWD eine Warnung vor »Extremen Unwetter« sowie einige Handlungsempfehlungen heraus:

»Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen! Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien! Verlassen Sie nicht das Haus und suchen Sie sichere Räume auf! Stellen Sie Fahrzeuge nach Möglichkeit in die Garage«, heißt es auf der Website . In den Gebieten von Weser und Elbe sei in den nächsten Tagen vermehrt mit Hochwasser zu rechnen.

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Auch an der Ostseeküste werden am Freitagabend extreme Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 135 Stundenkilometern erwartet. In den übrigen Regionen des Nordens könne mit orkanartigen Böen oder auch Orkanböen gerechnet werden. Mit welcher Wucht das Orkantief den Norden treffen wird, sei aber noch immer nicht zu 100 Prozent berechenbar.

»Seien Sie keine Gewohnheitskartoffel«

Auf Twitter meldete sich der Meteorologe Jörg Kachelmann zu Wort und warnte seine Follower auf drastische Weise vor den kommenden Tagen. »Denken Sie (...) daran, dass Sie nicht unverwundbar sind. Auch nicht in einem Auto. Ein fallender Baum bringt Sie immer sachgerecht um, wenn er Sie trifft. Wenn das Ihnen egal ist, denken Sie an Menschen, denen das womöglich nicht egal ist«, schrieb Kachelmann. »Denken Sie an die, die Ihre Matschbirne mit einem Schaberchen von der Strasse kratzen müssen. Es gibt immer einen sicheren Weg, auch wenn es ein Umweg ist.«

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Sein Rat: »Wichtig: Sie müssen von allem weg sein, was auf Kopf oder Auto fliegen kann.« Wer in kommenden Tagen trotz aller Warnungen mit der Bahn fahren müsse, solle damit rechnen zu stranden und vorsichtshalber Essen und Trinken mitzunehmen. Er schließt mit: »Bleiben Sie am Leben.«

atb/dpa