Vermisstes Mädchen Leiche von Ulrike gefunden?

Auf der Suche nach der vermissten 12-jährigen Ulrike aus Eberswalde hat die Polizei die Leiche eines Mädchens entdeckt. Bisher ist aber unklar, ob es sich um Ulrike handelt.


Ulrike
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Potsdam/Eberswalde - Der Hinweis auf die Leiche kam erneut von einem Bürger. Ihm war die leblose Person im Wald aufgefallen. Sofort überprüften die Beamten der Sonderkommission den Hinweis. Der Tipgeber führte die Beamten zu einem Waldstück am Flughafen Werneuchen. Der Ort ist etwa 30 Kilometer von der Stelle entfernt, wo Ulrike entführt wurde.

"Bisher wissen wir nur, dass es ein totes Mädchen ist", sagte der Pressesprecher des Landeskriminalamts Brandenburg. Fieberhaft arbeiten die Beamten jetzt an der Identifizierung der Leiche. Nach bisher unbestätigten Informationen soll die Leiche zumindest teilweise verbrannt sein. Eine Identifizierung ist deshalb sehr schwierig. Trotzdem versuchen die Fahnder fieberhaft, die Identität schnell zu klären.

Identifizierung schwierig

Deshalb wurde noch am Abend ein Gerichtsmediziner am Fundort erwartet. Ob er jedoch schnell die Identität klären kann, ist unklar. Wenn die Leiche stark verbrannt ist, käme eine Klärung über das Zahnprofil oder eine genetische Analyse in Frage. Beide Untersuchungen würden jedoch heute Abend vermutlich nicht zu einem Ergebnis führen.

Die 13-jährige Ulrike aus Eberswalde wird seit zwei Wochen vermisst. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen bei einem Unfall in Eberswalde von einem weißen VW Polo angefahren und dann von dem Täter darin verschleppt wurde. Schon seit Tagen war die Hoffnung, Ulrike noch lebend zu finden, immer weiter geschwunden.

Am Donnerstag Abend widersprachen die Ermittler der Theorie, es habe mehrere Täter gegeben. Eine dementsprechende Äußerung von Innenminister Jörg Schönbohm sei missverstanden worden, sagte ein Sprecher der Ermittlungsgruppe.

Schönbohm: Eltern müssen sich auf das Schlimmste gefasst machen

Die Lage bezeichnete Schönbohm als "bedrückend". Er habe mit den Eltern des Mädchens gesprochen. "Es kann einen die Wut der Verzweiflung packen, wenn man sieht, dass es keine heiße Spur gibt", sagte er. Zugleich mahnte der Minister zu Realismus: "Da keine Lebenszeichen gekommen sind, müssen sich die Eltern und alle anderen auf das Schlimmste einstellen."

Auch am Donnerstag suchten Polizisten im Umfeld von Eberswalde nach Ulrike
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Auch am Donnerstag suchten Polizisten im Umfeld von Eberswalde nach Ulrike

Schönbohm rechtfertigte zugleich die Verringerung der Suchkräfte vom Donnerstag an. Die Fahndung sei von einem hohen Einsatz mit Kräften auch aus anderen Bundesländern auf ein Normalmaß mit eigenen Beamten reduziert worden. Fortan werde nicht mehr flächendeckend, sondern punktuell gemäß den eingehenden Hinweisen gesucht.

Am Donnerstag waren in der Region südlich von Eberswalde bei kalten Temperaturen und Wind weniger Beamte als an den Vortagen im Einsatz. Etwa 250 Polizisten aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt untersuchten auffällige Bodenstellen, die bei Luftaufnahmen von Bundeswehr-Tornados markiert worden waren. Auch Spürhunde, ein Hubschrauber und Spezialisten der Spurensicherung halfen bei der Suche.

Keine Kontaktaufnahme durch den Entführer

Zu Spekulationen auf eine Entführung Ulrikes sagte ein Eberswalder Polizeisprecher, es habe in den vergangenen 14 Tagen keinen Versuch der Kontaktaufnahme eines eventuellen Entführers mit den Eltern oder der Polizei gegeben. Ulrike war am 22. Februar in der Nähe ihres Elternhauses auf dem Weg zum Sport verschwunden.

Am Mountainbike des Kindes wurden Lackspuren eines weißen VW Polo gefunden. Der Wagen war am selben Tag in Strausberg gestohlen worden und wurde am Abend ausgebrannt bei Bernau gefunden. Im Brandschutt erkannten die Eltern Gegenstände aus dem Besitz ihrer Tochter. Die Untersuchung auf einen genetischen Fingerabdruck am Fahrrad und den Resten einer Haarspange brachte nach Angaben der Staatsanwaltschaft keinen konkreten Täterhinweis.



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