Verstorbene Boxlegende Das letzte Geschäft mit Muhammad Ali

Es war ein letzter Wunsch von Boxlegende Muhammad Ali: Jeder sollte kostenlos an seiner Trauerfeier teilnehmen können. Doch nun werden Tickets im Netz angeboten. Die Familie ist empört.

AFP

Als Boxlegende Muhammad Ali vor wenigen Tagen starb, waren die Pläne für seine Trauerfeier längst gemacht. Noch zu Lebzeiten hatte Ali verfügt, dass sämtliche Gäste kostenlos Tickets bekommen sollten - ohne Ansehen der Person. Die Zeremonie beginnt am Freitag im KFC Yum Center der Stadt Louisville im US-Bundesstaat Kentucky.

Und so bildeten sich bereits lange vor der Ticketausgabe am Mittwoch Schlangen vor der Halle. Jeder Interessent durfte maximal vier Tickets mitnehmen. Binnen einer Stunde waren die 15.000 Plätze vergeben, Tausende Interessenten gingen leer aus.

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Doch was dann geschah, verkehrte die Absicht Alis ins Gegenteil: Mehrere Besitzer boten ihre Karten im Internet an - gegen Geld. Zugleich meldeten sich online Interessenten. Ein Mann bot für zwei Karten 50 Dollar.

Ein Sprecher von Alis Familie, Bob Gunnell, verurteilte den Handel. "Ich bin persönlich empört und bestürzt, dass jemand versucht, mit der Trauerfeier von Muhammad Ali Profit zu machen", sagte er. Er hoffe, dass jeder, der an einen Ticketkauf denke, sich es anders überlege.

Gunnell: "Muhammad Ali wollte, dass es eine kostenlose Veranstaltung wird, eine Veranstaltung, die für alle offen ist."

sms/AP



insgesamt 3 Beiträge
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kaimaster 09.06.2016
1. Die Freikarte sollte immer mit ID identifiziert werden
Die Familie hat sich wohl zu einfach vorgestellt. Solange eine höhere Nachfrage als Angebot besteht, wird solche Gelegenheit immer ausgenutzt und missbraucht. Jede Karte sollte mit echten Namen und Personalausweis überprüft werden. Die falsche Person bekommt dann keinen Eintritt.
lauterbachheiner 09.06.2016
2. Absolut Finster!
Geschäftemacher aller Orten. Pietätlosigkeit sonders gleichen. Jede Wette dass es sich hier auch um professionelle Ticketjäger handelt. Bei allen Veranstaltungen die mehr Nachfrage als Angebot versprechen stehen die in der ersten Reihe und keine 30 Minuten später werden die Karten online verkauft. Das ist bei normalen Tickets nur ärgerlich, bei einer Trauerfeier aber eine absolute Schande.
blasnergerti 11.06.2016
3. Eintrittskarten für eine Trauerfeier?`Schamlos!
Zitat von kaimasterDie Familie hat sich wohl zu einfach vorgestellt. Solange eine höhere Nachfrage als Angebot besteht, wird solche Gelegenheit immer ausgenutzt und missbraucht. Jede Karte sollte mit echten Namen und Personalausweis überprüft werden. Die falsche Person bekommt dann keinen Eintritt.
Eine Internet-Gemeinde, die von ihrem Idol Abschied nehmen will, sollte das auch ohne Eintrittskarten tun können. Wer gegen diesen Grundsatz verstößt und das sogar, gegen den Willen des Verstorbenen ist charakter- und geschmacklos.
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