Verschwundenes Flugzeug Suche nach Modeunternehmer Missoni ausgeweitet

Fast 400 Einsatzkräfte suchen vor der Küste Venezuelas nach dem verschollenen Kleinflugzeug des italienischen Modeunternehmers Vittorio Missoni. Die Maschine war mit sechs Menschen an Bord von den Radarschirmen verschwunden.

REUTERS/Ministry of Interior and Justice

Hamburg - Rettungskräfte in Venezuela haben die Suche nach dem verschwundenen Kleinflugzeug des italienischen Modeunternehmers Vittorio Missoni intensiviert. Die Nationalgarde habe bereits ein weites Gebiet mit Unterstützung von privaten Helfern mit Flugzeugen und Booten durchkämmt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur AVN am Sonntag. An der Suche seien 385 Einsatzkräfte beteiligt. Bislang habe es aber keine Fortschritte bei der Ortung der Maschine gegeben.

An Bord des Kleinflugzeugs waren neben Vittorio Missoni und dessen Ehefrau Maurizia Castiglioni zwei weitere Italiener sowie zwei venezolanische Besatzungsmitglieder. Die Maschine vom Typ BN-2 Islander war am Freitag auf dem Weg von der Inselgruppe Los Roques in die Hauptstadt Caracas verschwunden. Zehn Seemeilen südlich der Inseln brach der Funkverkehr ab.

Das Modehaus Missoni ist für seine von Zickzack-Mustern geprägte Mode international bekannt. Vittorio Missoni führt das 1953 von seinem Vater Ottavio gegründete Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Luca und der Schwester Angela. Luca Missoni begab sich nach Venezuela, um Informationen über das Schicksal seines Bruders zu bekommen.

Vor vier Jahren, am 4. Januar 2008, war schon einmal ein Flugzeug in der Region verschwunden. Die Maschine mit 14 Menschen an Bord war in der Gegenrichtung von Caracas zu den Los-Roques-Inseln unterwegs. Von ihr fehlt bis heute jede Spur.

hut/dpa/AFP



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