"Vongfong" und "Hudhud" Wirbelstürme wüten in Japan und Indien

Zyklon "Hudhud" hat in Indien mehrere Menschen getötet und schwere Verwüstungen angerichtet. In Japan mussten sich Hunderttausende Betroffene vor Taifun "Vongfong" in Sicherheit bringen - nun zieht der Wirbelsturm Richtung Tokio.
"Vongfong" und "Hudhud": Wirbelstürme wüten in Japan und Indien

"Vongfong" und "Hudhud": Wirbelstürme wüten in Japan und Indien

Foto: Hitoshi Maeshiro/ dpa

Tokio/Neu-Delhi - Zwei mächtigen Wirbelstürmen sind in Indien und Japan mehrere Menschen zum Opfer gefallen, viele weitere Personen wurden verletzt. Mehr als 210.000 Menschen waren allein in Japan aufgerufen, sich wegen der Gefahr von Überschwemmungen in Sicherheit zu bringen.

Der gewaltige Taifun "Vongfong" verletzte am Wochenende im Süden des Landes mindestens 35 Menschen. Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometern in der Stunde zerstörte Stromleitungen und brachte den Zugverkehr zum Stillstand. Die Behörden warnten vor Erdrutschen. In Okinawa waren etwa 50.000 Haushalte vorübergehend von der Stromversorgung abgeschnitten.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst twitterte ein Foto, das die Dimensionen des Sturms erahnen lässt. Demnach hat das Auge des Sturms einen Durchmesser von 80 Kilometern.


Am Dienstag könnte "Vongfong" den Großraum Tokio erreichen. Er ist bereits der 19. Taifun der Saison und der zweite heftige Sturm binnen einer Woche. "Phanfone" war Anfang der Woche über Japan hinweggefegt und hatte neun Menschen in den Tod gerissen.

Mehrere Tote durch Zyklon "Hudhud"

In Indien starben mindestens drei Menschen beim Zyklon "Hudhud". Fast 400.000 Menschen im Bundesstaat Andhra Pradesh sowie im benachbarten Orissa mussten ihre Häuser verlassen, wie der Sender NDTV berichtete. "Hudhud" in Indien erreichte laut Wetterbehörde Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde.

TV-Bilder aus Visakhapatnam, einer der größten Städte Südiniens, zeigten umgestürzte Bäume und Trümmerteile auf den Straßen. Experten gehen davon aus, dass der Sturm auf seinem Weg ein etwa 300 Kilometer langes Gebiet entlang der indischen Küste verwüsten wird.

Die Behörden in Andhra Pradesh teilten mit, frühzeitige Evakuierungen hätten viele Menschen geschützt. Es seien aber "riesige Schäden" an Gebäuden und in der Landwirtschaft entstanden. Dutzende Teams mit Katastrophenhelfern sind im Einsatz.

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Wirbelstürme in Asien: Umgestürzte Bäume, zerstörte Häuser

Foto: Hitoshi Maeshiro/ dpa

Meteorologen gehen davon aus, dass "Hudhud" an Kraft verlieren wird. In Andhra Pradesh und Orissa werden aber in den kommenden drei Tagen weiter starke Regenfälle erwartet.

ulz/dpa/AP
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