Vor Automesse IAA Terrorfahndung in Frankfurt am Main

Wegen eines angeblich bevorstehenden Terroranschlags haben Polizei und Staatsanwaltschaft kurz vor der offiziellen Eröffnung der IAA 13 Wohnungen in Frankfurt durchsucht. Es hätten sich aber keine Verdachtsmomente gegen den konkret beschuldigten Verwalter der durchsuchten Wohnungen ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Frankfurt am Main - Der Hinweis auf einen Sprengstoffanschlag sei in seiner Qualität nicht einzuschätzen gewesen, hieß es. Er soll keinen direkten Bezug zur Internationalen Automobilausstellung enthalten haben. Wegen der Messe herrscht bei den Frankfurter Sicherheitsbehörden höchste Aufmerksamkeit.

Nach Angaben der Veranstalter und der Frankfurter Polizei sind die Sicherheitsmaßnahmen bei der IAA in diesem Jahr schärfer als bei der vorherigen Messe 2001, die von den Terroranschlägen in den USA überschattet worden war. "Wir haben unsere Kräfte stark erhöht", erklärte Polizeisprecher Peter Liebeck. Die Kontrollen erstreckten sich nicht nur auf die Messehallen, sondern letztlich auf den gesamten Großraum Frankfurt. Die Menschen müssten unter anderem mit Kontrollen an den Ausfallstraßen rechnen.

Die Polizei habe keine konkreten Hinweise auf Anschläge, eine abstrakte Gefahr sei aber immer da, sagte Liebeck. Besonders gefährdet sind nach Einschätzung der Polizei die Aussteller aus den USA und Großbritannien. In deren Messehalle würden erneut verdeckte Ermittler eingesetzt. Die Eingangskontrollen würden mit dem Beginn des regulären Messebetriebs am Donnerstag weiter verschärft.

"Wir haben mehr Sicherheitsleute als vor zwei Jahren", sagte auch der Sprecher des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Eckehart Rotter. Man stehe im ständigen Dialog mit den Sicherheitsbehörden und tue alles Notwendige.