Vor Bornholm Teilnehmerin von Hochsee-Segelregatta vermisst

Seenotfall bei der Segelregatta Baltic Sprint Cup: Auf der zweiten Etappe von Bornholm ins schwedische Västervik ging am Nachmittag die 54-jährige Skipperin einer deutschen Yacht über Bord. Eine groß angelegte Suchaktion verlief bisher ergebnislos.


Hamburg - Wie der Veranstalter des Baltic Sprint Cup in Hamburg mitteilte, fuhr die Gymnasiallehrerin aus Glücksburg auf der deutschen Yacht "DHH Cross-Match", als sie über Bord ging. Zur Zeit des Unglücks habe mäßiger Wind mit Wellenhöhen bis zu einem Meter geherrscht. An Bord des gut zwölf Meter langen Bootes befand sich eine sechsköpfige Frauencrew. Zu dem Unglück kam es, als die gebürtige Lübeckerin den Mast hinaufkletterte, um ein verwickeltes Segel zu bergen.

Es wurde sofort eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet, die von der dänischen SAR-Rettungsleitstelle koordiniert wird. Daran beteiligten sich ein schwedischer Rettungshubschrauber und zwei Seenotrettungskreuzer sowie 15 andere Regattateilnehmer.

"Wir haben heute morgen mit der Seenot-Leitstelle auf Bornholm gesprochen", sagte Regatta-Veranstalter Henning Rocholl SPIEGEL ONLINE. Demnach sei gegen fünf Uhr am Dienstagmorgen eine weitere Suchaktion gestartet worden - vergeblich. "Wir haben so gut wie keine Hoffnung mehr - nur, dass der leblose Körper geborgen werden kann", so Rocholl, der die vermisste Seglerin Sabine Jüttner-Storp persönlich kannte und als "außerordentlich erfahren" einschätzt.

Die zweite der insgesamt fünf Etappen wurde abgebrochen. Der Baltic Sprint Cup wird in diesem Jahr zum fünften Mal ausgetragen. Er wurde am 18. Juli in Warnemünde gestartet und führt über insgesamt 930 Seemeilen durch die Ostsee. Der letzte Zieleinlauf ist am 31. Juli in Travemünde geplant. Insgesamt nehmen 33 Hochsee-Yachten teil, darunter drei aus dem Ausland.

ala/ddp



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