Vor Lampedusa Küstenwache rettet Hunderte Flüchtlinge

Die italienische Küstenwache hat Hunderte Bootsflüchtlinge aus Nordafrika in Sicherheit gebracht. Drei vermutlich aus Libyen stammende Menschen starben bei dem Versuch, vor Sizilien ans Ufer zu schwimmen.


Rom - Sechs Schnellboote habe die Küstenwache der Insel Lampedusa zu einem in Seenot geratenen Boot mit rund 500 Flüchtlingen an Bord geschickt, teilten die Behörden am späten Donnerstagabend mit. Das Flüchtlingsboot sei dann an die Küste geleitet worden. Bereits in der Nacht zu Donnerstag hatte ein Boot mit 208 Flüchtlingen Lampedusa erreicht. Unter ihnen waren auch 23 Frauen und drei Kinder. Hilfskräften sagten sie, sie kämen aus Libyen und hätten eine 20-stündige Überfahrt hinter sich.

Im Meer vor der sizilianischen Küste barg die Küstenwache die Leichen von drei Flüchtlingen. Sie gehörten offenbar zu einer Gruppe aus der libyschen Rebellenhochburg Bengasi. Die Personen hätten ihr Boot verlassen und versucht, ans Ufer zu schwimmen, teilte die Küstenwache mit. Drei der Flüchtlinge seien ertrunken, 14 vor der Westküste Siziliens gerettet worden.

Auf der kleinen Mittelmeerinsel Lampedusa war es in den vergangenen drei Tagen ruhig geblieben. In der vergangenen Woche waren innerhalb von 48 Stunden rund 1200 libysche Flüchtlinge auf Lampedusa eingetroffen. Sie wurden in verschiedene italienische Aufnahmelager gebracht.

wit/AFP



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