Vulkanausbruch auf La Palma Von Lava eingeschlossene Haustiere werden aus der Luft versorgt

Auf La Palma haben sich mehrere Katzen vor dem Vulkanausbruch in ein leeres Wasserbassin gerettet. Umgeben sind sie von Lava – und werden nun durch eine Drohne mit Wasser und Nahrung versorgt.
Seit mehreren Wochen spuckt der Cumbre Vieja auf La Palma Lava und Asche

Seit mehreren Wochen spuckt der Cumbre Vieja auf La Palma Lava und Asche

Foto:

JUAN MEDINA / REUTERS

Mehrere auf der Vulkaninsel La Palma von Lava eingeschlossene Haustiere werden seit Tagen aus der Luft versorgt. Zwei Unternehmen brächten den Tieren mithilfe einer Drohne täglich Nahrung und Wasser, teilte die Inselverwaltung am Dienstag mit. Dafür gebühre dem Elektronikunternehmen Ticom Soluciones und dem Tourunternehmer Volcanic Life der Dank der Inselregierung, betonte die Beauftragte für Sicherheit und Notfälle, Nieves Rosa Arroyo.

Die Tiere, darunter eine weiße Katze, seien vor fünf Tagen von einer Drohne mit Kamera unter anderem in einem leeren Wasserbassin entdeckt worden. Auf dem Landweg seien sie wegen der extrem heißen Lava um sie herum nicht zu erreichen.

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800 weitere Menschen evakuiert

Der Vulkan Cumbre Vieja im Süden der Insel La Palma, die bei Touristen bisher weniger bekannt war als andere Kanareninseln wie Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria oder Lanzarote, war am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen. Lava hat seither nach amtlichen Angaben mehr als 1000 Gebäude zerstört. Rund 6000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Am Dienstag mussten bis zu 800 weitere Menschen ihre Häuser wegen herannahender Lava verlassen.

Am Montag war bereits eine Ausgangssperre für rund 3000 Bewohner der Insel verhängt worden. Die Behörden verwiesen auf die Zerstörung einer Zementfabrik durch den Vulkanausbruch. »Wir haben beschlossen, dass die Anrainer zu Hause bleiben müssen, bis wir analysieren können, ob die Luftqualität ein normales Leben zulässt«, sagte der Leiter der Notfallkommission, Miguel Ángel Morcuende.

Wie lange der Vulkan aktiv bleiben würde, können Experten nicht sagen. Es könne Wochen oder auch Monate dauern. Hier können Sie den Ausbruch live verfolgen .

sol/dpa/afp