Waldbrände in den USA Montana zum Katastrophengebiet erklärt

Im Westen der USA bekommen die Löschmannschaften die zahlreichen Großbrände nicht in den Griff. Der Bundesstaat Montana, wo die Feuer besonders schlimm wüten, wurde nun zum Katastrophengebiet erklärt. Damit kann dort die Nationalgarde die Feuerwehren unterstützen.


Seit Wochen bekämpfen die Feuerwehrleute die Brände
AFP

Seit Wochen bekämpfen die Feuerwehrleute die Brände

Washington/Boise - Der Gouverneur von Montana, Marc Racicot, sagte, es würden finanzielle Mittel für diejenigen bereit gestellt, die durch die Feuer geschädigt sind. In dem Bundesstaat lodern 25 Großbrände auf einer Gesamtfläche von rund 170.000 Hektar. Auch im Nachbarstaat Idaho wird die Lage dramatischer. Dort brennen 23 Feuer auf einer Fläche von rund 135.000 Hektar. Die Brände erreichten mittlerweile auch den Yellowstone-Nationalpark, der in den Bundesstaaten Wyoming, Montana und Idaho liegt. Insgesamt zählte die nationale Feuerbekämpfungsbehörde in Boise in Idaho 86 Feuer in 13 Bundesstaaten.

Die rund 20.000 Feuerwehrleute, die in den USA im Einsatz sind, wurden mit rund 2900 Einsatzkräften und Reservisten der Armee und der Nationalgarde verstärkt. Die Einsatzkräfte werden auch von Feuerwehrmännern aus Neuseeland, Australien und Mexiko unterstützt. Um den jungen Hilfskräften mehr Zeit bei der Feuerbekämpfung zu geben, verlängerten die Universitäten unterdessen eine Verlängerung der Einschreibfristen.

Die Wald- und Buschfeuer haben in diesem Jahr bereits zwölf Todesopfer gefordert, darunter zehn Feuerwehrleute und Piloten. Die Brände sind die schlimmsten seit 50 Jahren. Nach Angaben der nationalen Feuerbekämpfungsbehörde wurde seit Jahresbeginn eine Fläche von 1,94 Millionen Hektar zerstört.



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