Waldbrände in den USA "Wir lassen die Feuer einfach brennen"

Die Feuerwehren in den westlichen USA konzentrieren ihre Löscharbeiten bei den verheerenden Flächenbränden nur noch auf Schadensbegrenzung. "Wir lassen die Feuer einfach brennen. Wir haben nicht die nötigen Leute, um sie alle zu bekämpfen", resümierte ein Einsatzleiter im Bundesstaat Montana.


Die Feuerwehren in den westlichen USA stehen auf einem fast aussichtlosen Posten
AP

Die Feuerwehren in den westlichen USA stehen auf einem fast aussichtlosen Posten

Boise/Washington - Die Löschmannschaften unternähmen aber alles, um Leben zu retten und Häuser zu schützen, so der Einsatzleiter. Nach Montana wurde am Wochenende auch das benachbarte Wyoming zum Katastrophengebiet erklärt. Damit können die Einsatzkräfte besser unterstützt und schneller Hilfsgelder bereitgestellt werden.

Die Wetterlage in dem Gebiet droht die Brände noch weiter anzufachen. Für die kommenden Tage sind heftige Winde vorhergesagt. Angesichts der Situation mobilisieren die Behörden jetzt alle Reserven. Ein Sprecher der nationalen Feuerbekämpfungsbehörde in Boise (Idaho) sagte, in den kommenden Tagen würden zwei weitere Armee-Bataillone erwartet, darunter 500 Elitesoldaten der berühmten 101. Airborne Division. Daneben wurden alle pensionierten Feuerwehrleute aufgerufen, sich als Verstärkung für die 25.000 Einsatzkräfte zu melden.

Insgesamt kämpfen über 25.000 Feuerwehrleute gegen die fast hundert Flächenbrände. Sie werden von rund 3000 Armeesoldaten und Angehörigen der Nationalgarden unterstützt. Außerdem haben sie Verstärkung aus Kanada, Mexiko, Australien und Neuseeland erhalten.



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