Waldbrände in Kalifornien Flammen im Yosemite-Nationalpark

Seit Tagen lodern in Kalifornien Waldbrände. Nachdem im Norden des US-Bundesstaats mehrere Häuser ausbrannten, haben die Flammen nun den Yosemite-Nationalpark erreicht.
Feuer nahe dem Yosemite-Nationalpark: Flammen in Kalifornien

Feuer nahe dem Yosemite-Nationalpark: Flammen in Kalifornien

Foto: Stuart Palley/ dpa

Sacramento - Waldbrände in Kalifornien sind bis zum berühmten Yosemite-Nationalpark vorgedrungen. Mehr als 700 Feuerwehrleute kämpften am Montag (Ortszeit) gegen Flammen am Parkeingang. Nach Angaben der Behörden konnte das Feuer ein wenig eingedämmt werden. Ein Haus in der Ortschaft Foresta wurde zerstört, mehrere Gemeinden waren zuvor evakuiert worden.

Wie die Parkverwaltung mitteilte, mussten drei Campingplätze geschlossen werden, einige Zufahrtsstraßen zu dem beliebten Ausflugsziel in der Sierra Nevada wurden gesperrt. Das Tal mit seinen hohen Wasserfällen und steilen Granitfelsen war für Besucher zugänglich, allerdings hing dichter Rauch in der Bergregion.

Ein weiteres Feuer im nordkalifornischen Sacramento war nach einem Großeinsatz mit mehr als 1500 Feuerwehrmännern weitgehend unter Kontrolle. Dort war am Wochenende ein gutes Dutzend Häuser abgebrannt. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Nach offiziellen Angaben waren rund 1500 Hektar Land betroffen.

Ursache für die Flammen sind laut offiziellen Angaben Hitze und eine schwere Dürre. In der Region kommt es immer wieder zu verheerenden Bränden. Erst Mitte Mai war im Raum San Diego ein Feuer ausgebrochen, Zehntausende Menschen hatten ihre Häuser verlassen müssen, ein Mensch starb.

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Trockenheit im Südwesten der USA: Sonne, Dürre, Wassernot

Foto: John G. Mabanglo/ dpa

Im vergangenen Jahr vernichtete das sogenannte "Rim"-Feuer eine Fläche von mehr als 900 Quadratkilometern. Der Brand war am 17. August nahe dem Yosemite-Nationalpark ausgebrochen. Gegen den viertgrößten Waldbrand in der Geschichte des US-Bundesstaates kämpften zeitweise über 5000 Feuerwehrleute an.

Die anhaltende Dürre im Südwesten der USA wirkt sich mittlerweile auch auf die Grundwasservorräte der Region aus. Satellitendaten belegen, dass drei Viertel der riesigen Wassermenge, die das Flussbecken des Colorado in den vergangenen neun Jahren verloren hat, aus Grundwasser-Reservoiren stammten.

Lesen Sie hier mehr zum schockierenden Grundwasser-Verlust in der Region.

gam/dpa
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