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Los Angeles: Bedrohte Metropole

Foto: A2800 epa Michal Czerwonka/ dpa

Waldbrände in Kalifornien Hohe Temperaturen erschweren Löscharbeiten

Die Waldbrände nördlich von Los Angeles weiten sich aus: Die von den Flammen verwüstete Fläche hat sich auf 425 Quadratkilometer verdoppelt. Extrem hohe Temperaturen von über 38 Grad erschweren die Löscharbeiten. Gouverneur Schwarzenegger ließ in vier Bezirken den Notstand ausrufen.

Los Angeles - Der gigantische Waldbrand im Norden von Los Angeles breitet sich rasend schnell aus: 21 Häuser wurden Opfer der Flammen, weitere 12.000 sind bedroht. Bis zum Montag (Ortszeit) verdoppelte sich die von den Flammen verwüstete Fläche auf 425 Quadratkilometer.

Bei der Bekämpfung des Waldbrandes kamen bereits zwei erfahrene Feuerwehrleute ums Leben. Die extrem hohen Temperaturen von über 38 Grad in den vergangenen Tagen erschweren die Löscharbeiten enorm. Doch einen Verbündeten haben die 2500 Feuerwehrleute: Weil der Wind nur schwach blies, bestand für die dicht bevölkerten Vororte nordöstlich der Millionenmetropole Los Angeles zunächst keine akute Gefahr.

Die Behörden nahmen unterdessen einen Bericht zurück, wonach fünf Menschen auf einer Ranch von den Flammen eingeschlossen seien. Ein Feuerwehrsprecher sagte später, die fünf Männer und eine Frau seien mehrfach aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. "Als wir versuchten, sie rauszubringen, sagten sie, ihnen gehe es gut. Kein Problem. Sie wollten nicht weg", erklärte Sprecher Larry Marinas.

Die Flammenfront hat sich mittlerweile auf weniger als einen Kilometer an Mount Wilson herangefressen, wo das historische Mount-Wilson-Observatorium und mehrere Sender großer Fernseh- und Radiostationen stehen. In dem 100 Jahre alten Observatorium sind unter anderem zwei riesige Teleskope untergebracht.

Nach Angaben der Feuerwehr könnte der Brand Mount Wilson in Kürze erreichen. Das am Mittwoch ausgebrochene Feuer ist der größte von acht Bränden, die derzeit in Kalifornien wüten. Ein am Sonntag ausgebrochener Brand in der Ortschaft Auburn nordöstlich von Sacramento zerstörte 60 Gebäude, darunter viele Wohnhäuser.

Schwarzenegger ließ in vier Bezirken den Notstand ausrufen

Gegen das seit Tagen tobende Feuer im Los Angeles Nation Forest, nordöstlich von Los Angeles, kämpfen mittlerweile 3000 Feuerwehrleute an.

Neben dem Feuer im Raum Los Angeles brennt es in dem Westküstenstaat an sieben weiteren Stellen. Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger ließ in vier Bezirken den Notstand ausrufen. Am Montag besuchte er ein Brandgebiet nahe der Hauptstadt Sacramento. Dort waren am Tag zuvor 50 Häuser in Flammen aufgegangen. Allerdings konnten die Brände dort rasch eingekreist werden.

Im Herbst 2007 hatten Dutzende Brände zwischen San Diego und Malibu den Süden Kaliforniens in ein Flammenmeer verwandelt. Zeitweise waren eine Million Menschen auf der Flucht, mindestens 1500 Häuser wurden zerstört, zwölf Menschen kamen ums Leben.

In Australien zeichnet sich wärmster Winter ab

Der australische Winter ist auf dem Weg in die Rekordbücher als einer der wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. In Brisbane an der Ostküste wurden an einem "Wintertag" vergangene Woche 35 Grad gemessen, so viel wie nie zuvor in der "kalten Jahreszeit". Die Statistiker seien noch an der Arbeit, doch deuteten die gemessenen Spitzentemperaturen auf ein Rekordjahr hin, teilte der Wetterdienst am Dienstag mit.

In der südlichen Hemisphäre ist es eigentlich im Juli und August am kältesten, auch wenn der Winter in Australien verglichen mit Deutschland milde ist. Doch stiegen die Temperaturen dort in diesem Jahr teilweise höher als in den Hochsommermonaten Januar und Februar.

jjc/AP/dpa
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