Waldbrand in Kalifornien Ascheregen am Lake Tahoe

Der kalifornische Kreis El Dorado hat wegen eines verheerenden Waldbrandes den Notstand ausgerufen. Mehr als 200 Häuser hat das Feuer bislang zerstört, rund 1000 Menschen mussten vor den Flammen evakuiert werden. Und die Behörden befürchten Schlimmeres.


Meyers - "Die Umstände dieses Waldbrandes, allein schon sein Ausmaß, gehen über die Möglichkeiten des Kreises an Personal und Ausrüstung hinaus", begründete der stellvertretende Gouverneur John Garamendi die Ausrufung des Notstands. Der Kreis hat damit auch den ersten Schritt getan, um Bundeshilfe bei Kampf gegen die Flammen anzufordern.

Gewaltiger Waldbrand: Feuerwand am Lake Tahoe
AP

Gewaltiger Waldbrand: Feuerwand am Lake Tahoe

Der Waldbrand vernichtete fast 2500 Hektar Land. Das Feuer sei allerdings erst zu zehn Prozent unter Kontrolle und drohe, auf seinem Weg weitere Häuser niederzubrennen, teilte ein
Behördensprecher mit. Die Beamten vermuten, dass der Brand von Menschen verursacht wurde. Auf das Urlauberparadies am Lake Tahoe ging Ascheregen nieder, die Wolken des gewaltigen Feuers verdunkelten den Himmel in der hohen Sierra.

"Dies ist bei weitem die größte Katastrophe, die in dieser Gemeinde je passiert ist", sagte Kevin House vom Büro des Sheriffs im Bezirk El Dorado. Mehr als 460 Feuerwehrleute wurden von fünf Löschflugzeugen und zwei Hubschraubern aus der Luft unterstützt.

Erleichtert wurden die Löscharbeiten durch eine Abschwächung des Windes. Gestern hatten Böen die Flammen rund acht Kilometer südlich des Lake Tahoe immer weiter angefacht.

Auch in Alaska haben Brände seit vergangenem Dienstag 35
Blockhütten zerstört, wie die Behörden mitteilten. Etwa 210
Quadratkilometer Land auf der Kenai-Halbinsel südlich von Anchorage seien den Flammen bereits zum Opfer gefallen. 600 weitere Wohnhäuser und Blockhütten sind demnach bedroht. Die Behörden versuchen seit Freitag, die Einwohner aus der Region zum Verlassen ihrer Häuser zu bewegen.

kai/AP



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