Warschau Tierarzt auf Tigerjagd erschossen

Ein Tierarzt hatte in Begleitung von Polizisten versucht, einen entlaufenen Tiger einzufangen. Als er das Tier betäuben wollte, fiel es ihn an. Die Polizisten wollten ihm zur Hilfe kommen und zielten auf den Tiger. Dabei traf eine Kugel den Veterinär. Er erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.


Der Tierarzt nach dem Angriff
REUTERS

Der Tierarzt nach dem Angriff

Warschau - Beim Versuch, einen entlaufenen Tiger zu betäuben, ist Medienberichten zufolge in Polen ein Tierarzt versehentlich von Polizisten erschossen worden. In Krankenhaus-Kreisen und örtlichen Medien hieß es, der Mann sei am Dienstag in Warschau von Polizei-Kugeln getroffen worden, nachdem ihn der Tiger angefallen und in den Kopf gebissen hatte. Zuvor war das Tier zwei Stunden durch einen Vorort der polnischen Hauptstadt gejagt worden. Der bengalische Tiger starb durch die Schüsse der Polizisten. Unbekannte hatten ihn zusammen mit zwei anderen Zirkus-Tigern offenbar vorsätzlich aus seinem Käfig gelassen, teilte der Zirkus-Direktor mit.

Die Polizisten trafen den Tiger zu spät
REUTERS

Die Polizisten trafen den Tiger zu spät

Nach Angaben eines Fotografen der Nachrichtenagentur Reuters, der Zeuge des Vorfalls wurde, war der Tiger nach der Jagd in dem östlichen Vorort auf Brachland in die Enge getrieben worden. Als der Tierarzt versucht habe, den Tiger mit einem Betäubungsgewehr ruhig zu stellen, sei er von dem Tier angefallen worden. Eine Kugel aus den Waffen der Beamten traf auch den Arzt, der im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Die anderen zwei entlaufenen Tiger waren nach Angaben des Zirkusdirektors schnell wieder eingefangen worden.



© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.