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Szene Gesellschaft Was war da los, Frau Beltrame?

Die Schweizer Bürokauffrau Angela Beltrame, 29, über einen freundlichen Bullen
aus DER SPIEGEL 22/2008

»Plötzlich sahen wir nur noch Beine, stämmige Elefantenbeine. Mein Bruder Rico und ich waren unterwegs im Hluhluwe-Wildreservat in Südafrika. Als wir den Elefanten im Gebüsch entdeckten, haben wir den Motor ausgeschaltet und das Tier beobachtet. Auf einmal machte es ein paar Schritte und stand direkt vor unserem Wagen. Alles ging so schnell, plötzlich sah ich seinen Fuß auf der Kühlerhaube, lange Rüsselhaare, die durchs offene Fenster hineinragten, und wir hörten das Kratzen der Stoßzähne auf dem Dach. Unsere größte Angst war natürlich, dass der Elefant den Wagen umschmeißt, wir konnten nichts machen, außer ruhig bleiben. Nachdem er seinen Fuß wieder auf den Boden gestellt hatte, hielt er uns noch für etwa drei Minuten umschlungen, dann schlenderte er wieder davon. Im Grunde war er friedlich, das beweisen auch seine angelegten Ohren. Vermutlich wollte er uns nur zeigen, wer der Chef ist. Das ist ihm gelungen.«

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