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Was war da los, Herr Oh?

Der südkoreanische Friedensaktivist Oh Bok Seop über eine alte japanische Schuld
aus DER SPIEGEL 12/2007

»Eine halbe Stunde lang saßen wir schweigend vor der japanischen Botschaft in Seoul. Es war eine friedliche Demonstration, auch wenn die abgetrennten Hundeköpfe in westlichen Ländern etwas anderes vermuten lassen. Diese fünf Köpfe symbolisieren fünf koreanische Beamte, die vor gut hundert Jahren unser Land an die Japaner verraten haben. Damit begann die jahrzehntelange Besatzungszeit, für die sich Japan bis heute nicht ernsthaft entschuldigt hat. Ich selbst habe die Hundeköpfe auf dem Markt gekauft, sie stammen von Tieren, die extra für den Verzehr gezüchtet wurden. Bewusst wollte ich den hinter mir abgebildeten Nationalhelden, die einst für unser Land starben, etwas Abschreckendes gegenüberstellen.«

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