Schädlingsbekämpfung Ente gut, Schnecke weg

Diese Vögel haben nen Job - als Biowaffe: Auf einem Weingut in Südafrika ziehen jeden Morgen mehr als tausend Enten gegen Schädlinge zu Felde. So wird auch der Wein bekömmlicher.
Schädlingsbekämpfung: Ente gut, Schnecke weg

Schädlingsbekämpfung: Ente gut, Schnecke weg

Foto: MIKE HUTCHINGS/ REUTERS

Es muss ein Höllenlärm sein.

Wenn morgens gegen 9.45 Uhr die Laufenten aus ihren Ställen zur Arbeit getrieben werden, machen sich mehr als tausend Tiere auf den Weg. Ihr Job: Qualitätssicherung im Weingut Vergenoegd in der Nähe Kapstadts.

Genauer gesagt ist die quakende Tierarmee eine nachhaltige und biologische Form der Schädlingsbekämpfung.

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Fotostrecke: Quakende Bio-Waffe

Foto: MIKE HUTCHINGS/ REUTERS

Die zaghaften Anfänge für die Interessengemeinschaft zwischen Mensch und Ente begann 1983 mit sechs Tieren. Das Kalkül der Winzerin Marlize Jacobs: Eine der Leibspeisen von Laufenten sind Schnecken - und eben diese Weichtiere sind in der Region, nach einem Befall mit Pilzen, die zweitgrößte Gefahr für eine gute Weinernte.

Gefiederte Schädlingspolizei

Mittlerweile ersetzt die gefiederte Schädlingspolizei auf Jacobs' Weingut die Schneckenbekämpfung per Pestizid fast vollständig. Morgen für Morgen streifen die Laufenten durch das Anbaugebiet und säubern so täglich bis zu einem Hektar des 57 Hektar großen Weinguts.

Seit neun Jahren muss die Winzerin dadurch nur noch so wenig Gift nutzen, dass es nicht mehr in den Inhaltsstoffen deklariert werden muss. Da lohnt es auch, dass die Haltungskosten der Tiere um ein Vielfaches höher sind als die Bekämpfung der Schnecken mit Chemie.

bma/Reuters
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