Top Secret Weißes Haus veröffentlicht Rezept von hauseigenem Bier

Im Amtsitz von Präsident Obama gibt es nicht nur eine eigene Küche - sondern auch eine kleine Brauerei und das dazu passende Bier. Doch was kommt hinein? Jetzt wurde das Geheimnis gelüftet.

Barack Obama nimmt im Juli einen Schluck herkömmliches Bier
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Barack Obama nimmt im Juli einen Schluck herkömmliches Bier


Washington - Aus den silbernen Töpfen dampft es. Ein Koch des Weißen Hauses schwingt den Schneebesen und verrät dabei ein Geheimnis, das viele Amerikaner lange Zeit bewegte: Welche Zutaten kommen in die hauseigenen Biere des White House und wie werden sie zubereitet?

Die besonders Neugierigen hatten sogar eine Online-Petition ins Leben gerufen, um zu erfahren, was im White House Honey Ale und im White House Honey Porter steckt - in den ersten Bieren, die jemals im Amtssitz des Präsidenten gebraut worden sind.

Barack Obama hat sich wochenlang dagegen gewehrt, die Zutaten preiszugeben. Doch im Wahlkampf hat der Stimmenfang oberste Priorität. Obama gilt als Bierliebhaber und seine Leidenschaft für das Getränk sichert ihm womöglich einen Vorteil im Kampf gegen seinen Rivalen, den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner Mitt Romney: Als Mormone entsagt Romney nämlich dem Alkohol.

James Carney, Pressesprecher des Weißen Hauses, veröffentlichte die Rezepte zusammen mit einem Video des Brauvorgangs auf Twitter und verlinkte zu The White House Blog. Wie auf der Seite zu erfahren ist, hatte sich Obama im vergangenen Jahr eine Brau-Ausrüstung für die Küche gekauft und ließ die Köche ans Werk. "Wir waren selbst überrascht, dass das Bier so gut geworden ist", heißt es.

Auch "The Guardian" verweist auf den Blog und zitiert Sam Kass, der in der Küche des Weißen Hauses das Bier zubereitet: "Viele Bierbrauer verwenden eine geheime Zutat um ihr Bier einzigartig zu machen." Im Weißen Haus werde besonderer Honig benutzt, der dem Bier ein reiches Aroma gebe und es nicht zu sehr süße. Nachbrauen können Bierfans das Getränk trotzdem nicht so einfach - denn der besondere Honig stammt von Bienen, die auf dem Südrasen des Weißen Hauses untergebracht sind.

kha/AP



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jObserver 02.09.2012
1.
Diese Frage verbietet sich. Wenn in Bier mehr enthalten ist als Wasser, Malz, Hopfen und Gerste enthalten ist, dann ist es kein Bier. Höchstens eine belgische, amerikanische oder sonstige Plörre, die Bier genannt wird. Und dank EuGH leider mittlerweile auch hier im Nebensatz so genannt werden darf, so sie aus europäischen Landen kommt. Die US-Plörre aus dem White House ist hierzulande aber definitiv kein Bier. Nur "Beer" - und der Unterschied ist in diesem Fall gewaltiger als nur der sprachliche.
alzaimar 02.09.2012
2. Toll
Die Amerikaner wollen immer Zusätze ins Bier packen, damit es einzigartig ist, dabei schaffen sie es immer noch nicht, ein Bier einfach so (also nach dem deutschen Reinheitsgebot) hinzubekommen, das man es als Deutscher gerne trinkt. Einige Microbreweries bekommen ein halbwegs süffiges Bier hin, aber das bekommt man nur vereinzelt hier und da. Nebenbei: Meine Frau hat so ein ähnlich Bier im Rahmen ihres Brauereistudiums gebraut. Es ist tatsächlich extrem lecker (sofern man sehr wenig Honig verwendet), da man den Honig nicht schmeckt, aber seine Eigenschaften den Charakter des Bieres abrunden und es damit extrem süffig wird.
syldron 02.09.2012
3. Das deutsche Reinheitsgebot
ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Es gehört schon eine Menge Arroganz dazu, alleine daraus ein Qualitätsmerkmal abzuleiten. Besser erstmal schlau machen, mit was für chemischen Zusätzen auch nach dem Reinheitsgebot in Deutschland gearbeitet werden darf. Das Reinheitsgebot war auch im Ursprung gar nicht als Qualitätssiegel gedacht, sondern sollte per königlichem Erlass lediglich Regeln, dass Roggen nicht zum Bierbrauen verwendet werden darf, um die Versorgung der Bevölkerung mit Brot nicht zu gefährden. Heute ist das Reinheitsgebot nichts weiter als ein Hemmschuh, der die deutschen Brauer daran hindert, mit qualitativ hochwertigem Bier international mithalten zu können. Denn bei internationalen Wettbewerben sind deutsche Brauer schon seit langem völlig Chancenlos. Da dominieren nämlich, hört hört, amerikanische Microbreweries. Und die machen nbichts anderes, als das was die Köche von Obama tun: aus einfachen Rohstoffen ohne chemische Zusätze richtig gutes Bier brauen. Da kann der deutsche Durchschnittsbierkonsument aber gar nicht mitreden, denn der hat wirklich gutes Bier noch nie getrunken, der weiss überhaupt nicht, was Hopfenaroma überhaupt ist. Ich gebe einfach mal den Tipp: erstmal probieren, bevor man sich darüber ein Urteil erlaubt.
syldron 02.09.2012
4. @alzaimar:
Da sind sie aber ganz falsch informiert. Es gibt in Amerika auch jede Menge Biere, die nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut werden, neben vielen anderen, die das nicht sind. Das Reinheitsgebot interessiert da vernünftigerweise niemanden. Wenn man von den drei industriellen Brauereigiganten absieht, ist das Qualitätsniveau unglaublich weit über dem der durchschnittlichen deutschen Brauereierzeugnisse. Das wissen nur die meisten gar nicht. Deutsche Industriebier wie Warsteiner, Krombacher usw. ist keinen Deut besser als industriell Produziertes Bier aus anderen Ländern. Es ist nnichts weiter als billige Plörre ohne Aroma oder Charakter.
mayflowercloud 02.09.2012
5. Aber sonst geht es noch?
Zitat von syldronist nicht der Weisheit letzter Schluss. Es gehört schon eine Menge Arroganz dazu, alleine daraus ein Qualitätsmerkmal abzuleiten. Besser erstmal schlau machen, mit was für chemischen Zusätzen auch nach dem Reinheitsgebot in Deutschland gearbeitet werden darf. Das Reinheitsgebot war auch im Ursprung gar nicht als Qualitätssiegel gedacht, sondern sollte per königlichem Erlass lediglich Regeln, dass Roggen nicht zum Bierbrauen verwendet werden darf, um die Versorgung der Bevölkerung mit Brot nicht zu gefährden. Heute ist das Reinheitsgebot nichts weiter als ein Hemmschuh, der die deutschen Brauer daran hindert, mit qualitativ hochwertigem Bier international mithalten zu können. Denn bei internationalen Wettbewerben sind deutsche Brauer schon seit langem völlig Chancenlos. Da dominieren nämlich, hört hört, amerikanische Microbreweries. Und die machen nbichts anderes, als das was die Köche von Obama tun: aus einfachen Rohstoffen ohne chemische Zusätze richtig gutes Bier brauen. Da kann der deutsche Durchschnittsbierkonsument aber gar nicht mitreden, denn der hat wirklich gutes Bier noch nie getrunken, der weiss überhaupt nicht, was Hopfenaroma überhaupt ist. Ich gebe einfach mal den Tipp: erstmal probieren, bevor man sich darüber ein Urteil erlaubt.
Das Reinheitsgebot wurde aus sachlichen Erwägungen eingeführt. Sie dagegen erfinden irgendwelche Unterstellungen, um damit auf den Putz zu hauen und die Väter und Mütter des Reinheitsgebotes der Lächerlichkeit preis zu geben. Folglich sind Sie arrogant, und nicht die Väter und Mütter des Reinheitsgebotes.
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