Blindgänger Weltkriegsbombe in Dortmunder Klinikviertel entschärft

In der Dortmunder Innenstadt hat ein Kampfmittelbeseitigungsdienst eine 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Mehr als 7000 Menschen mussten ihre Wohnungen vorübergehend verlassen.
Arbeiter hatten die Zehn-Zentner-Bombe bei Bodenarbeiten gefunden

Arbeiter hatten die Zehn-Zentner-Bombe bei Bodenarbeiten gefunden

Foto: Caroline Seidel/ dpa

Dortmund - Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in der Dortmunder Innenstadt entschärft worden. Der Zünder der mit Säure befüllten britischen Bombe sei am Donnerstagabend um 23.56 Uhr erfolgreich entfernt worden, teilte die Stadt mit. Wäre das nicht gelungen, hätte die Bombe gesprengt werden müssen. Wegen der Entschärfung und möglichen Sprengung hatten mehr als 7000 Menschen vorübergehend ihre Wohnungen verlassen müssen.

Für den Fall einer Sprengung des Blindgängers hatte die Feuerwehr 50 Sandsäcke bereitgestellt. In der Evakuierungszone befanden sich zudem drei Krankenhäuser - darunter auch eine Kinderklinik. Sie hatten jedoch entgegen erster Angaben nicht komplett geräumt werden müssen. Die Patienten waren nur auf andere Stationen, Flure oder den Keller verlegt worden. Krankentransporte in die betroffenen Kliniken wurden zunächst eingestellt.

Arbeiter hatten den Blindgänger bei Bodenarbeiten gefunden. Dabei wurde der chemische Zünder der Bombe versehentlich von einem Bagger beschädigt. Erst am Dienstagabend war in Duisburg eine zehn Zentner schwere Fliegerbombe gesprengt worden.

Bei Sprengungen anderer Blindgänger, etwa in München, hatte es in der Vergangenheit mitunter größere Schäden gegeben.

kha/dapd/dpa
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