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Kriminalität Weniger Ermittlungen gegen Rockerbanden während der Pandemie

aus DER SPIEGEL 40/2021

Polizei und Justiz gehen in Deutschland seltener gegen kriminelle Rocker vor. Das geht aus einem vertraulichen Lagebild des Bundeskriminalamts (BKA) hervor. So sank die Zahl der eingeleiteten Ermittlungsverfahren gegen Mitglieder von Rockerklubs im vergangenen Jahr um 42 Prozent auf insgesamt 127. In knapp der Hälfte dieser Fälle ging es um Drogen- und Gewaltdelikte. Die Zahl der Tatverdächtigen sank im selben Zeitraum um 32 Prozent auf 275. Das BKA führt den Rückgang auf die Pandemie zurück.

Aus: DER SPIEGEL 40/2021

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Es könne angenommen werden, heißt es in der Analyse, dass Banden wie Hells Angels oder Bandidos in weniger Auseinandersetzungen und brutale Revierkämpfe verwickelt gewesen seien als üblicherweise. Besonders stark ging die Zahl der Verfahren demnach in Nordrhein-Westfalen zurück. Allerdings wurde 2020 häufiger als im Jahr zuvor gegen Biker wegen Organisierter Kriminalität ermittelt. Insgesamt bleibt die Zahl der Rocker in Deutschland stabil. Das BKA registriert 9313 Männer in 742 Ortsgruppen. Und: Trotz der coronabedingten Ruhephase schätzen die Behörden die Szene weiterhin als hochgefährlich ein. Rockerkriminalität sei »grundsätzlich geeignet, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung erheblich zu beeinträchtigen«, so das BKA.

jdl

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