Wer wird Millionär Hausfrau holt sich die Million

Marlene Grabherr heißt die zweite Hauptgewinnerin bei Günther Jauchs "Wer wird Millionär". Die waghalsige 48-jährige Hausfrau aus Gottmadingen beantwortete alle 15 Fragen richtig.

Sonntag abend bei RTL: Selbst Moderator Günther Jauch staunt nicht schlecht, als Marlene Grabherr die Eine-Million-Mark-Frage korrekt beantwortet. "Welche beiden Gibb-Brüder der Popband The Bee Gees sind Zwillinge?", lautet seine Frage. Die Antwortmöglichkeiten: A: Robin und Barry; B: Maurice und Robin; C: Barry und Maurice; D: Andy und Robin. Stille im Studio; auch der leidenschaftlichen Skatspielerin ist die Spannung anzumerken. Aber nach längerem Zögern tippt sie auf Antwort B - richtig! Das Publikum und Marlene Grabherrs Ehemann können es kaum fassen.

Dabei sah es für Marlene Grabherr in der Sendung am Vortag gar nicht so gut aus. Schon bei der vierten Frage kam sie ins Schleudern: "Durch welches Verfahren schickte man im alten Athen seine Mitbürger in die Verbannung?" Die Hausfrau setzte ihren ersten Joker, das Studiopulikum stimmte für Antwort C, "Scherbengericht": korrekte Antwort.

Erst bei der zehnten Frage nach einem Hitchcock-Film und der zwölften nach einem Lamellenpilz wurde es erneut kritisch. Nach Einsatz ihrer weiteren Joker lag Grabherr jedoch wieder auf Gewinnkurs. "Das wird in einer Katastrophe enden", sagte Jauch zu ihrer Neigung, Antworten zu erraten. Doch das Glück ließ die Zockerin auch bei den Bee Gees-Zwillingen nicht im Stich: "Ich habe mir eingebildet, dass Maurice und Robin sich ähnlich sehen und Zwillinge sind", gestand sie nach ihrem Gewinn.

Marlene Grabherr lebt mit ihrem Mann Edgar Grabherr, 44, in einer Mietwohnung in Gottmadingen am Bodensee. Die gelernte Bürokauffrau ist großer Fan von Bayern München und spielt seit Jahren fast jedes Wochenende Skat. Bisher hat die Hausfrau noch keine Sendung von "Wer wird Millionär?" verpasst. Von ihrer Million möchte sie unter anderem ein großes Haus kaufen, zwei neue Autos erwerben und in die USA reisen.

Zuvor konnte nur ein einziger Kandidat bei Jauchs 130 TV-Shows richtig abräumen: Eckhard Freise, ein 56-jähriger Geschichtsprofessor. Nervenstärke sei für den Erfolg entscheidend, sagte er in einem Interview. Ihm habe neben dreißig Jahren Lehrerfahrung mit Studenten auch das strategische Denken als Turnierschachspieler geholfen. Und von Günther Jauch dürfe man sich nicht verunsichern lassen, denn "man weiß ja nie: Ist er Blindenhund oder Wadenbeißer". Eines hat Freise bei Jauch gelernt: "Wenn man mit dem Teufel essen will, braucht man einen ganz langen Löffel."

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