Werbung "Gina Wild" darf weiter Dosen mit ihren Brüsten zerdrücken

Ex-Pornostar Michaela Schaffrath darf weiter auf Plakaten Kaffeedosen mit ihren Brüsten zerdrücken. Einem Zeitungsbericht zufolge hat das Berliner Landgericht eine Klage der Verbraucherzentralen abgelehnt, die die Werbung als frauenfeindlich und sittenwidrig kritisiert hatten.

Hamburg - Das Berliner Landgericht wies einem Bericht der "Bild-Zeitung" (Donnerstagausgabe) zufolge eine Klage der Verbraucherzentralen gegen das Unternehmen K-fee ab, das die Werbung mit Schaffrath ("Gina Wild") seit Februar in Berlin plakatiert.

Die Verbraucherschützer hatten laut Zeitung kritisiert, dass die Auswahl der Darstellerin "auf pornographische Assoziationen" abziele, was "nicht nur durch das phallische Symbol der mit den Brüsten zerdrückten Kaffeedose verstärkt wird." Damit sei die Werbung frauenfeindlich und sittenwidrig.

Die Anwälte hielten dagegen: "Der Kläger reduziert Michaela Schaffrath auf ihre frühere Tätigkeit und in einer Getränkedose sieht auch nur der ein männliches Glied, der es darin sehen will." Das Gericht - unter Vorsitz einer Frau - gab der Kaffeefirma recht und wies die Klage ab (Az. 160 120/03).

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.