Westafrika Heuschrecken könnten Hungersnot auslösen

Wenn die im Westen Afrikas grassierende Insektenplage nicht eingedämmt wird, droht einer Million Menschen eine Hungersnot. Über drei Viertel der Ernte sind bedroht. Auch die Vereinten Nationen haben schon gewarnt.


Zur Bekämpfung fehlt Geld: Heuschreckenplage in Afrika
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Zur Bekämpfung fehlt Geld: Heuschreckenplage in Afrika

Nouakchott - Es drohe der Verlust von rund 80 Prozent der Ernte, sagte Mohamed Lemine von der mauretanischen Landwirtschaftsvereinigung der Nachrichtenagentur Reuters am Wochenende. Die Wüstenheuschrecke vernichtet sowohl die Hirse-Felder als auch die für den Export bestimmten Wassermelonen und Erdnüsse.

Bereits im Oktober letzten Jahres hatten die Vereinten Nationen vor einer Plage gewarnt, da die Witterung mit außergewöhnlich starken Regenfällen nach vielen Jahren der Trockenheit für die Entwicklung der Tiere optimal war. Jetzt, so schätzt die Welternährungsorganisation FAO, wird die Bekämpfung rund 80 Millionen Dollar kosten. Nur neun Millionen stünden bisher bereit. Allein Niger und Mauretanien benötigen nach eigenen Angaben rund 20 Millionen Dollar, extra Flugzeuge und Tausende zusätzlicher Liter Pestizide. Der Gesamtschaden könnte nach Schätzungen der FAO bis zum Jahresende auf 245 Millionen Dollar steigen.

In Gambia wurde bereits der Notstand ausgerufen. "Mit der Heuschrecken-Invasion stehen uns riesige Nahrungsengpässe ins Haus. Mehr als 70 Prozent unserer Bevölkerung sind von der Landwirtschaft abhängig", sagte der Landwirtschaftsminister. Die schlimmste Heuschreckenplage traf Afrika zwischen 1987 und 1989. Damals waren 28 Staaten betroffen, darunter auch so weit entfernt liegende Länder wie Indien.



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