"Wetten, dass...?" Gottschalks Auftritt verärgert Erzbischof

Der Bamberger Erzbischof hat keinen Gefallen an Thomas Gottschalks Laienpredigt gefunden. Der ZDF-Moderator hatte am Sonntag in der St. Elisabeth-Kirche für einen ungewohnten Ansturm gesorgt, als er auf der Kanzel seine verlorene Stadtwette einlöste.

Bamberg - Erzbischof Ludwig Schick sei über die Umstände von Gottschalks Predigt "nicht sehr erfreut", sagte ein Sprecher des Erzbistums Bamberg heute. Es könne nicht angehen, dass Sicherheitsleute des ZDF Gläubigen und Fotografen den Zutritt zur Kirche verwehrten. Der Erzbischof habe zwar grundsätzlich nichts gegen eine solche Veranstaltung einzuwenden. "Dann darf es aber nicht sein, dass Bodyguards die Kirche abriegeln", betonte der Sprecher. Dadurch sei der Schaden für die Kirche größer als der davon erhoffte Nutzen: "Wir betrachten das Ganze eher als eine Publicity für Gottschalk. Vielleicht hat hier der Pfarrer einen Fehler gemacht." Bereits gestern hatte das Vorgehen der Sicherheitsleute verärgerte Reaktionen bei der katholischen Stadtkirche ausgelöst.

Ein ZDF-Sprecher verteidigte den Einsatz der Bodyguards. Es sei Wunsch des Priesters gewesen, keine Fotografen in der Kirche zuzulassen. Auch habe der Pfarrer in einem Vorgespräch dem Vorschlag zugestimmt, die Kirche im Fall einer Überfüllung zu schließen. Dies sei aber allein aus Sicherheitsgründen geschehen. "Es ist nun einfach mal so, dass, wo immer Thomas Gottschalk auftaucht, sich Menschenmassen bilden", sagte der Sprecher.