Unwetter 177.000 Blitze über Europa - schwere Schäden in den Niederlanden

Auf die Hitze folgten Tausende Blitze: Heftige Unwetter sind über Deutschland hinweggezogen. In den Niederlanden hat der Sturm laut Feuerwehr "eine Spur der Verwüstung hinterlassen".

Niedersachsen: Ein Blitz schlägt in der Nähe eines Windrades ein
Julian Stratenschulte/dpa

Niedersachsen: Ein Blitz schlägt in der Nähe eines Windrades ein


Ein großes Gewittersystem ist am Mittwochabend von Frankreich aus über die Benelux-Staaten nach Deutschland gezogen und hat den Nachthimmel dabei mit mehr als 177.000 Blitzen erleuchtet. "Das ist schon eine ordentliche Anzahl für ein Gewitter", sagte Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Das Gewitter hatte am späten Abend den Westen Deutschlands erreicht und vom Saarland bis in den Raum Kleve für orkanartige Böen und Starkregen gesorgt. Auf seinem Weg nach Norden verlor es dann aber an Wucht und war am frühen Morgen größtenteils auf die Nordsee abgezogen. Größere Schäden, wie sie in der Nacht zuvor etwa ein Tornado in Bocholt angerichtet hatte, gab es nicht.

Schäden an einem Haus in den Niederlanden
AFP

Schäden an einem Haus in den Niederlanden

In den Niederlanden hingegen haben schwere Sturmböen erhebliche Schäden angerichtet. In Amsterdam seien fünf Menschen leicht verletzt worden, teilte die Feuerwehr am frühen Donnerstagmorgen mit. Eine der Personen sei von einem umfallenden Baum getroffen worden.

Der Sturm habe "eine Spur der Verwüstung hinterlassen", meldete die Feuerwehr. In der Nacht kam es im ganzen Land zu heftigen Gewittern, starkem Regen und Hagel. Bäume wurden entwurzelt und versperrten Straßen, Ziegel wurden von Dächern geweht und Straßen überflutet, berichteten die Einsatzkräfte.

Nach den Unwettern dürfte sich die Lage in Deutschland am Donnerstag entspannen. Eine Kaltfront ziehe von Westen her über Deutschland und bringe eine spürbare Abkühlung in der westlichen Landeshälfte auf um die 20 Grad, sagte Beyer. Gewitter seien dort dann zunächst nicht mehr zu erwarten.

Die würden dafür den östlichen Bundesländern bevorstehen - "da wird's noch mal heftig heute", sagte Bayer. Die Gewitter würden in der zweiten Tageshälfte aber auch größere Niederschläge bringen, etwa nach Brandenburg, wo bei Hitze und Trockenheit in den vergangenen Tagen mehrere Waldbrände ausgebrochen sind.

bam/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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manskyEsel 06.06.2019
1. Was die Sonne uns beschert....
Der Donner ist sehr gefährlich, weil er so laut ist und länger dauert, als die Blitze. Man sollte die Blitze speichern und die Energie in Elelektro-Fahrzeugen aller Arten, besonders Tretrollern verbrauchen. Spart Kraftwerke und kommt Gretchen entgegen. Dienstfahrzeuge mit E-Motor dürfen nur noch bei Gewitter benutzt werden. CDU-E-Wagen sind zu bevorzugen. Zwegen Sauberkeit.....
spiegelleser987 06.06.2019
2.
Und es wird wie in den vergangenen Jahren. Zum Jahresende erscheint wieder eine Statistik zu den Grenzwertüberschreitungen der Stickoxide. Die Ursache wird immer wieder den Dieselautos. Weil ich mich erinnerte, dass es zu dem Zeitpunkt im April, Mai und Anfang Juni in Bayern häufig starke Gewitter gab, habe ich mal die Statistik des Wetters mit der der Stickoxide verglichen. Genau zu dem Zeitpunkt der Gewitterzeit waren die Grenzwerte stark überschritten und man hat es dem Autoverkehr zugeschoben. Die Messstationen gucken da ber nicht nach den Ursachen. Die Statistiker tun das auch nicht. Jährlich werden durch Gewitter 20 Mio. Tonnen Stickoxide weltweit erzeugt. Diese Menge schaffen die Dieselautos nicht. Deshalb warte ich mal auf das Jahresende und die Statistik der Stickoxide.
manskyEsel 06.06.2019
3. Wetter diskutieren?
Weshalb wird ein Bericht über Wetterabläufe zur Diskussion ins Forum gestellt? Gegen das von der Sonne gesteuerte Klima kann man ledeglich Schutz suchen und/oder Vorkehrungen treffen, diskutieren hilft da nix. Man überdenke das.
karl-felix 06.06.2019
4. Weil
Zitat von manskyEselWeshalb wird ein Bericht über Wetterabläufe zur Diskussion ins Forum gestellt? Gegen das von der Sonne gesteuerte Klima kann man ledeglich Schutz suchen und/oder Vorkehrungen treffen, diskutieren hilft da nix. Man überdenke das.
die Wetterextreme zunehmen und wir mit unserer Art zu wirtschaften nach dem Wissensstand der Menschheit daran aktiv beteiligt sind. Wir müssen uns also fragen : Ist es wirklich eine gute Idee, alles sinnlos zu verbrennen was uns in die Finger fällt und unsere Atmosphäre - Ihre Atemluft ist Ihr wichtigstes Lebensmittel - als billige/kostenlose Abgasmüllkippe zu mißbrauchen ? Vielleicht werden ja einige Menschen durch Erfahrung kliug . Hier ist meine : Wohnhaus Baujahr 1927, im 20.Jahrundert in über 70 Jahren 1 mal Wasser im Keller. Im 21.Jahrhundert in 10 Jahren 4 mal Wasser im Keller durch Starkregen . Ich denke, die Schäden durch die zunehmenden Wetterextreme gehen in Deutschland die Milliarden , von den Kosten der steigenden Meeresspiegel, der längeren Waldbrandsaison u.v.a.m. ganz zu schweigen . Für mich ist nicht nur die Rückstausicherung im Keller, die Feicherhöhung sondern auch der Strom erzeugende Dachziegel, das SolarCar durchaus zu diskutieren .
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