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06. Januar 2017, 07:00 Uhr

Bis zu minus 25 Grad

Deutschland bibbert

Die Stürme sind abgeklungen, die Kälte kommt: Polarluft hat die Temperaturen in Deutschland auf bis zu minus 25 Grad sinken lassen. Auch am Wochenende sind Schal, Mütze und dicke Jacke eine gute Kleiderwahl.

Die winterliche Sturmflut an der Ostsee ist überstanden, nun herrscht in weiten Teilen Deutschlands eisige Kälte. In der Nacht zum Freitag sanken die Temperaturen mancherorts auf minus zehn Grad, auf der Zugspitze wurden sogar minus 25 Grad gemessen. Auch tagsüber soll es eisig bleiben: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in weiten Teilen Deutschlands Temperaturen von 0 bis minus 8 Grad, stellenweise von minus 15 Grad - immerhin begleitet von viel Sonnenschein.

In der Nacht zum Samstag erwartet der DWD dichte Wolken über dem Nordwesten und der Mitte Deutschlands. Vielerorts sinken die Temperaturen auf minus 5 bis minus 15 Grad, im Süden und Südosten auf bis zu minus 23 Grad. Angesichts der Frostnächte bereiten viele Städte Unterkünfte für Obdachlose vor.

Am Samstag bleibt es kalt, wobei es im Westen und Nordwesten bei etwas milderen Temperaturen regnen dürfte. Sonntag steigen die Temperaturen leicht an. Vielerorts dürfte Schnee- und Eisglätte den Autofahrern zu schaffen machen. Grund zur Freude haben hingegen die Wintersportler: In den Skigebieten unter anderem im Schwarzwald und im Harz sind bereits etliche Skipisten geöffnet. (Mehr über das Wetter erfahren Sie hier.)

An der Ostseeküste werden unterdessen die Schäden begutachtet, die Sturmtief "Axel" hinterlassen hat. Die gesamte Küste von Usedom bis zur Grenze nach Schleswig-Holstein werde abgeflogen, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums des Landes. Per Laserscan werde der Küstenverlauf dokumentiert. Durch einen Vergleich mit Werten früherer Messungen könnten dann Dünenrückgänge, Steiluferabbrüche und Strandabspülungen durch die Sturmflut beurteilt werden.

Video: Der Winter ist da!

Am Strand von Binz und Prora in Mecklenburg-Vorpommern war die Düne streckenweise in einer Tiefe von drei bis acht Metern abgebrochen. Überschwemmungen hielten die Feuerwehren in Atem. Menschen wurden nach Angaben der Polizei durch die Wassermassen nicht verletzt. Experten rechnen allerdings mit Millionenschäden. Nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie war es die stärkste Sturmflut seit 2006.

Die ersten Ausläufer von "Axel" haben derweil den Süden der Balkanhalbinsel und Griechenland erreicht und den Fährverkehr dort teils lahmgelegt. Die meisten Fährverbindungen in der Ägäis wurden am Donnerstagabend eingestellt. Im Norden Griechenlands herrschten am Morgen Temperaturen um die fünf Grad Minus. Die Kälte soll am Samstag auch den Süden des Landes erreichen und bis Mitte kommender Woche andauern. Die Städte öffneten am Freitag beheizte Hallen für Obdachlose. Auch die wichtigsten U-Bahn-Stationen im Zentrum Athens sollten offen bleiben, wie die Behörden weiter mitteilten.

Laut DWD drohen vor allem auf dem Balkan "blizzardähnliche Stürme". Bis Mitte der kommenden Woche werde sich der Sturm voraussichtlich auf dem östlichen Mittelmeer und vor allem an der Adriaküste austoben. "Das könnte einer der größten Winterorkane der letzten Jahre werden", warnte ein Sprecher.

Minusgrade werden in Istanbul, Neapel und Athen erwartet. Im kroatischen Dubrovnik könnte es nachts sogar minus acht Grad kalt werden. Bis zu 20 Zentimeter Schnee sind in Istanbul möglich, für die Akropolis in Athen zeichnet sich den Berechnungen zufolge eine dünne Schneedecke ab. Im Hinterland von Serbien und Montenegro sinken die Temperaturen nachts auf minus 15 bis minus 20 Grad, auf den Bergen dürfte es sogar minus 25 Grad kalt werden.

ulz/dpa

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