Herbststurm Fähr- und Zugverbindungen im Norden eingestellt

Helgoland ist per Fähre nicht zu erreichen, der Deutsche Wetterdienst warnt vor Orkanböen: Ein Herbststurm behindert den Schiffsverkehr auf der Nordsee. In Skandinavien werden bis zu zehn Meter hohe Wellen erwartet.
Surfer bei St. Peter-Ording während des ersten Herbststurms

Surfer bei St. Peter-Ording während des ersten Herbststurms

Foto: Wolfgang Runge/ dpa

Ein schwerer Herbststurm hat Folgen für mehrere Fährverbindungen auf der Nordsee. Helgoland bleibt vom Festland abgeschnitten. Der Halunder-Jet ab Cuxhaven sowie die Fähren der Reederei Cassen-Eils von Büsum, Bremerhaven und Cuxhaven fahren nicht, wie die Reedereien mitteilten. Es gibt auch keine Fahrten zwischen Cuxhaven und der Insel Neuwerk. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor schweren Sturmböen mit einzelnen orkanartigen Böen an der Nordsee.

Wegen umgeknickter Bäume stellte am Freitagmittag auch der Metronom den Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Cuxhaven ein. Ein Ersatzverkehr wurde eingerichtet. In Hamburg fiel wegen des starken Windes ein Container auf einen Lkw.

Zerstörter Lkw im Hamburger Hafen

Zerstörter Lkw im Hamburger Hafen

Foto: Axel Heimken/ dpa

In Skandinavien wurde für Freitag ein Sturmtief mit Windgeschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometern erwartet. Die Meteorologen rechneten mit bis zu zehn Meter hohen Wellen. Die Reedereien Color Line und Fjord Line haben deshalb für den Rest des Tages ihre Fährverbindungen zwischen Norwegen und Dänemark eingestellt.

Auch Stena Line behält einige Fähren im Hafen. Bahngesellschaften bereiteten sich darauf vor, dass Bäume umstürzen und die Strecken blockieren könnten. In Südwestschweden wurden zahlreiche Zugverbindungen bis Samstagnachmittag ganz eingestellt.

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ulz/dpa
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