Wetter Warten auf das Hitzewellchen

Ja wo ist er denn, der Sommer? Nicht hier, dafür reicht vielerorts ein Blick aus dem Fenster. Aber keine Sorge: Bald wird es wieder richtig heiß.

DPA

Wechselhaft, regnerisch, bewölkt, kühl - das Wetter ist vielerorts in Deutschland derzeit alles, aber nicht sommerlich. Nur Geduld, das ändert sich bald. "Die heiße Luft versucht ein Comeback", sagt Jens Hoffmann, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD).

Im Südwesten ist es schon ganz passabel - Hoch "Dietlinde" sei Dank. Immer wieder Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 25 Grad sind möglich. Bis im Rest der Republik wieder Badewetter herrscht, dauert es noch ein bisschen.

"Dietlinde" zieht in den kommenden Tagen nach Osten bis Ungarn. Gleichzeitig richtet es sich Tief "Xaver" über Irland und Großbritannien ein. "Wir sitzen zwischen diesen beiden", sagt Hoffmann - und das ist in diesem Fall gut. Die Großwetterlage lässt in den kommenden Tagen heiße Luft nach Deutschland strömen. Die Faustregel lautet: Je nördlicher, desto später merkt man etwas davon.

Am Mittwoch bleibt es vielerorts noch wechselhaft, am Donnerstag vor allem noch im Norden. Aber Richtung Wochenende wird es wieder heiß: "In weiten Landesteilen sind Temperaturen von mehr als 30 Grad möglich", sagt Hoffmann, "im Süden sogar 35 Grad." Vereinzelt seien besonders in Baden-Württemberg auch Spitzenwerte von 38 oder 39 Grad drin. Die 40-Grad-Marke wird voraussichtlich aber nicht erreicht.

"Wem das zu heiß ist, der sollte in den Norden fliehen", sagt Hoffmann. Hier herrschen Freitag und Samstag vergleichsweise angenehme 25 bis 29 Grad, an den Küsten und auf den Inseln ist es etwas kühler.

Die Rückkehr des Sommers sollte man gut nutzen. "Es handelt sich um ein Hitzewellchen", sagt Hoffmann. Denn spätestens am Sonntag kommt aus Nordwesten kältere Luft ins Land, nur im Osten und Süden sind dann noch mehr als 30 Grad möglich. Zudem steigt die Gewittergefahr. Meteorologe Hoffmann warnt: "Dann kann es richtig krachen."

ulz



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