Wetter in Deutschland 38,6 Grad - Hoch "Ulla" bringt neuen Juni-Hitzerekord

In Brandenburg wurde für den Monat Juni ein neuer Temperaturrekord gemessen. Auch in Ostwestfalen ist es extrem heiß. Erste Gemeinden melden Wasserknappheit. Entwicklungen im Newsblog.

Ein Badegast duscht sich im Strand- und Freibad nach dem Baden im Bodensee.
DPA

Ein Badegast duscht sich im Strand- und Freibad nach dem Baden im Bodensee.


16.25 Uhr

Neuer Hitzerekord in Deutschland für Juni erreicht

In Deutschland wurde offenbar ein neuer Temperaturrekord für den Monat Juni gemessen: Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, wurde an einer Messstation im brandenburgischen Coschen 38,6 Grad erreicht. Der bisherige Rekordwert lag nur minimal darunter. 1947 wurde in Bühlertal in Baden-Württemberg 38,5 Grad gemessen.

Aufgrund einer besonderen Wetterlage herrschen in Deutschland derzeit ungewöhnlich hohe Temperaturen. Ein neuer absoluter Wärmerekord sollte voraussichtlich aber eher nicht erreicht werden. Dieser liegt bei 40,3 Grad und war im Juli und August 2015 im bayerischen Kitzingen registriert worden.

14.40 Uhr

Temperaturrekord in Sachsen geknackt

In Sachsen haben die Temperaturen einen neuen Juni-Höchststand erreicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete für Mittwochmittag in Bad Muskau in der Oberlausitz einen Wert von 36,9 Grad. Bisher hielt ebenfalls Bad Muskau den Temperaturrekord für den Monat Juni: 36,8 Grad wurden am 21. Juni 2000 gemessen.

14.05 Uhr

In ersten Gemeinden wird das Trinkwasser knapp

Die Stadt Löhne in Ostwestfalen teilt mit: "Wegen der anhaltenden Trockenheit kommt es zu Wasserknappheit." Betroffen seien außerdem Bad Oeynhausen sowie die Gemeinden Hüllhorst und Hille im Gebiet des Wasserbeschaffungsverbands Am Wiehen mit rund 120.000 Menschen.

Bürger wurden unter anderem dazu aufgefordert, auf das Sprengen ihrer Gärten und das Befüllen von Pools mit Trinkwasser zu verzichten. "Auch das Arbeiten mit Hochdruckreinigern muss unterbleiben", heißt es in der Mitteilung der Stadt weiter.

13.35 Uhr

Fahrverbote in Paris

Wegen hoher Ozonbelastung ist der Autoverkehr in der Region der Millionenmetropole Paris stark eingeschränkt. Rund 60 Prozent der zugelassenen Fahrzeuge seien von den Fahrverboten im Großraum Paris betroffen, berichtete die Zeitung "Le Parisien".

Auch in anderen französischen Städten wie Lyon dürfen Autos nur eingeschränkt fahren. Frankreich und die Region Paris ächzen seit Anfang der Woche unter einer Hitzewelle. Für Donnerstag und Freitag sagen die Meteorologen mehr als 40 Grad in einigen Teilen des Landes voraus.

13 Uhr

24-Jähriger verliert Unterarm bei Sprung ins Wasser

Ein Mann aus Paderborn hat sich beim Baden schwer verletzt. Laut Polizei kletterte er auf einen Baum beim Habichtsee. Er wollte sich demnach mit einem Seil über den See schwingen und sich ins Wasser fallen lassen.

Beim Sprung wickelte sich laut Zeugenaussagen das Seil um den Unterarm des 24-Jährigen - und trennte diesen ab. Freunde zogen den schwer verletzten Mann aus dem Wasser. Er wurde mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Taucher der Feuerwehr holten den Arm aus dem Wasser.

12.15 Uhr

Bei Hitze morgens und abends wiegen

Bei hohen Temperaturen ist es besonders wichtig, genug zu trinken - ansonsten drohen ernste gesundheitliche Probleme. Ob man genug Wasser zu sich genommen hat, lässt sich am besten auf der Waage kontrollieren, sagt Prof. Hanns-Christian Gunga vom Institut für Physiologie der Berliner Charité.

Der Trick: Einfach morgens und abends wiegen und das Ergebnis vergleichen. Sind es am Ende des Tages ein oder zwei Kilo weniger als zu Beginn, ist das kein Anlass zur Freude - sondern ein Zeichen dafür, dass es ein oder zwei Liter zu wenig waren. "Die sollte man dann abends noch auffüllen, damit man mit einem normalen Wasserbestand in den nächsten heißen Tag hineinkommt", sagt Gunga.

12.05 Uhr

Absatz an Ventilatoren steigt rasant

Die Hersteller von Ventilatoren dürfen sich über die Hitzewelle hingegen freuen. Eine Sprecherin von Media Markt und Saturn sagte: "Mit Blick auf die prognostizierten hohen Temperaturen in den kommenden Tagen gehen wir davon aus, dass das Interesse nochmals deutlich anziehen wird."

11.50 Uhr

Waldbrände unter Kontrolle

Trotz der anhaltenden Hitzewelle haben Einsatzkräfte den größeren Waldbrand in der Lieberoser Heide in Brandenburg unter Kontrolle gebracht. Die Lage sei stabil und eine weitere Brandausbreitung derzeit auszuschließen, sagte der Landkreis Dahme-Spreewald in Lübben im Spreewald nach einer Lagebesprechung.

Auch im Berliner Grunewald brachte die Feuerwehr bis Dienstagabend einen Waldbrand unter Kontrolle, der sich zwischenzeitlich bis auf eine Fläche von ungefähr sechs Hektar ausgedehnt hatte. Die letzten Nachlöscharbeiten endeten einem Sprecher zufolge in den Nachtstunden.

11.25 Uhr

Abkühlung nur im Norden

Am Donnerstag wird es den Wetterexperten zufolge ein starkes Temperaturgefälle zwischen Nord und Süd geben. Während in Hamburg nur noch Werte um die 20 Grad erwartet werden, ist es etwa am Oberrhein weiterhin brütend heiß mit Temperaturen von 37 bis 38 Grad.

11.08 Uhr

Deutschland stehen neue Hitzerekorde bevor

Mit Werten um die 40 Grad steht Deutschland ein weiterer heißer und möglicherweise rekordverdächtiger Sommertag bevor. "Im Saarland und im Rheintal kratzen wir an der 40-Grad-Marke", sagte der Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Wird nun sogar ein historischer Hitzerekord aufgestellt? "Ausschließen kann man es nicht. Aber es ist nicht das wahrscheinlichste Szenario", sagte Friedrich. Den Rekord in Deutschland hält das bayerische Kitzingen aus dem Jahr 2015, dort registrierte der DWD 40,3 Grad an der Messstation.

10.55 Uhr

Hitze verbiegt Gleise an der Ostsee

Die Sommerhitze hat die Gleise der Schmalspurbahn "Molli" an der Ostsee verbogen. Deshalb sei der Verkehr der dampfbetriebenen Bahn zwischen den Haltestellen Doberan Rennbahn und Heiligendamm bis auf Weiteres eingestellt, teilte der Landkreis Rostock am Mittwoch mit. Als Ersatz verkehren Busse, hieß es.

Eine Gleisbaufirma sollte den Schaden am Mittwoch untersuchen und versuchen, Spannung aus den verzogenen Gleisen zu nehmen. Allerdings dürften die Schienen nicht zu heiß werden, weil sonst Gefahr für die Arbeiter bestehe.

bam/dpa/AFP

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