Hitzewelle in Deutschland Abkühlung dringend gesucht

Lüften ist selbst nachts zwecklos: Die Hitze in Deutschland macht den Menschen zu schaffen, gefühlt lagen die Temperaturen mancherorts jenseits von 40 Grad. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden Rekordwerte gemessen. Doch keine Bange: "Manni" und "Norbert" bringen Abkühlung.

DPA

Offenbach - Im Zug ist es wie in der Sauna, im Freien fühlt sich jedes Lüftchen an wie ein Windstoß aus dem Fön - und wer sich erfrischen will, muss tatsächlich untertauchen: Die Hitze in Deutschland wird zunehmend unerträglich. Lüften bringt nichts, an manchen Orten ist es sogar nachts hochsommerlich warm.

In einigen Städten war es so heiß wie noch nie an einem 19. Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wurden in Dresden am Flughafen Klotzsche 32,8 Grad gemessen. Der bisherige Spitzenwert aus dem Jahr 2000 lag bei 30,1 Grad. In Magdeburg erreichten die Temperaturen 32,9 Grad (2000: 32,2 Grad), in Erfurt wurden 31,7 Grad gemessen (2000: 30,9 Grad). Der Juni-Rekord für Deutschland liegt bei 38,2 Grad, gemessen am 27. Juni 1947 in Frankfurt am Main.

Aber Abkühlung naht, wie der DWD berichtet. Die Tiefs "Manni" und "Norbert" beenden spätestens ab Donnerstag im Westen die Hitzewelle mit Blitz und Donner, Starkregen, Hagel und Sturmböen. In der Nacht zum Freitag ziehen die Gewitter nach Osten. Auch am Samstag müsse noch überall mit Schauern und Gewittern gerechnet werden, sagte DWD-Meteorologe Thomas Ruppert. Gleichzeitig sinken die Temperaturen, zuerst im Westen auf höchstens 24 Grad am Freitag, am Samstag auch im Osten.

Darüber dürften sich Hitzegeplagte in Hessen freuen. Das Bundesland war besonders von den hohen Temperaturen betroffen. In Schotten am Vogelsberg sank die Temperatur laut DWD in der Nacht zu Mittwoch nicht unter 26 Grad. In Gründau-Breitenborn nordöstlich von Hanau habe die Tiefsttemperatur 25 Grad betragen. Zahlreiche andere Stationen zwischen Ruhrgebiet und Bayern meldeten für die Nacht Tiefsttemperaturen über 20 Grad.

Am Mittwoch war vermutlich der Höhepunkt der Hitzewelle erreicht: Die gemessenen Temperaturen lagen am Vormittag schon bei rund 30 Grad. Bereits um elf Uhr habe die gefühlte Temperatur die 40-Grad-Marke geknackt, teilte der DWD mit, nur an den Küsten sei es kühler. Für Karlsruhe errechneten die Meteorologen gefühlte 40 Grad, für Artern in Thüringen sogar 41 Grad.

Für die gefühlte Temperatur werden Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Luftfeuchtigkeit und Wind berücksichtigt. Je mehr Sonne und Feuchtigkeit und je weniger Wind, desto höher der gefühlte Wert und damit auch die Hitzebelastung.

Den Temperaturen fiel eine Fahrbahn auf der A8 bei Remchingen zum Opfer. Bei fast 40 Grad im Schatten hatten sich am Dienstag die Betonplatten ausgedehnt und waren gebrochen.

ulz/dpa



insgesamt 59 Beiträge
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Seite 1
philkopter 19.06.2013
1.
mal wieder die übliche Leier. Ich kann mich noch an die Schlagzeilen à la "kältester Mai seit Anbeginn der Menschheit" erinnern und kaum ein paar Wochen später wird schon wieder nach Abkühlung geschrien. Man kann es dem Deutschen einfach nicht rechtmachen.
Hans58 19.06.2013
2.
Zitat von philkoptermal wieder die übliche Leier. Ich kann mich noch an die Schlagzeilen à la "kältester Mai seit Anbeginn der Menschheit" erinnern und kaum ein paar Wochen später wird schon wieder nach Abkühlung geschrien. Man kann es dem Deutschen einfach nicht rechtmachen.
Und am kommenden Freitag lesen wir dann hier die Schlagzeile "Enormer Temperatursturz nach heftigen Gewittern und Hagelstürmen. Ist der Sommer endgültig vorbei?" Spieglein, Spieglein an der Wand....
mikesch0815 19.06.2013
3. Ja wie?
Schotten wird bei SPON mal erwähnt? Mein Schotten? In SPON? Meine Güte! Es ist zu warm! Anders isses nicht zu erklären!
timepiece123 19.06.2013
4. Ganz klar.
Sch...wetter. Der nächste Herbst kommt bald.
allmendinger_ 19.06.2013
5. Deutschland
voll von Spott und Häme, zumindest im SPON Forum.
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