Wetter in Europa Hitzewelle in Griechenland – Durchschnaufen in Deutschland

Griechenland erwartet Temperaturen um 40 Grad, in Deutschland hat die Hitze nachgelassen. Mehrere europäische Staaten melden Erfolge im Kampf gegen Waldbrände.
Löschflugzeuge in der Region nahe Athen (am 20. Juli): Kampf gegen Waldbrände

Löschflugzeuge in der Region nahe Athen (am 20. Juli): Kampf gegen Waldbrände

Foto: Lefteris Pitarakis / dpa

In Deutschland und einigen anderen Ländern können sich die Menschen etwas von der Hitze erholen, doch in Griechenland und Zypern wird es jetzt richtig heiß. Meteorologen haben dort landesweit Temperaturen um die 40 Grad Celsius von Freitag bis kommenden Dienstag vorausgesagt. Selbst in der Nacht sollen die Temperaturen vielerorts nicht unter 30 Grad fallen, was den Bewohnern des Landes und Urlaubern eine Erholung von der Hitze des Tages erschwert.

Viele Menschen in Griechenland sind aber gut vorbereitet auf solche Temperaturen. Zahlreiche Wohnungen und Häuser verfügen über mindestens ein klimatisiertes Zimmer. Die Städte werden tagsüber klimatisierte Sporthallen öffnen. Ärzte raten den Menschen, keinen Alkohol oder zuckerhaltige Getränke zu sich zu nehmen und weite helle Baumwollkleidung zu tragen. Zudem sollte man viel Wasser trinken, immer wieder lauwarm duschen und viel Obst und Gemüse essen.

Die Vorhersage für Deutschland

Im Vergleich dazu sind die Temperaturen in Deutschland – zumindest vorübergehend – besser auszuhalten. Für diesen Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zunächst mit Temperaturen von 26 bis 33 Grad, im Norden mit frischeren 20 bis 26 Grad. Im Süden seien 35 Grad möglich. Im Westen sowie an den Alpen könnten gegen Abend vereinzelte Schauer oder Gewitter auftreten.

Schon am Sonntag und Montag soll es im Großteil Deutschlands wieder mehr als 30 Grad heiß sein. Im Süden und Südwesten sind laut Vorhersage in der Spitze sogar mehr als 35 Grad möglich.

Bei der Bekämpfung von Bränden meldeten einige Länder trotz Trockenheit und hohen Temperaturen Fortschritte. In Spanien waren am Donnerstagnachmittag nach Angaben der zuständigen Behörden noch elf Waldbrände aktiv. Die meisten dieser Feuer werde man aber bald unter Kontrolle haben, hieß es. Bis Donnerstag hatten die seit gut einer Woche verstärkt wütenden Brände mindestens 80.000 Hektar Wald zerstört. Das ist eine Fläche, die größer als Hamburg ist. Auch in Portugal besserte sich die Lage.

Im Kampf gegen die heftigen Waldbrände an der französischen Atlantikküste südlich von Bordeaux habe sich die Lage stabilisiert, teilte die zuständige Präfektur mit. Die Brände seien aber noch nicht ganz unter Kontrolle. Die Einwohner dürfen den Angaben zufolge langsam wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Dagegen hielten die Waldbrände im Karstgebiet Sloweniens am Donnerstag den fünften Tag in Folge Feuerwehrleute und Zivilschützer in Atem. Für mehrere Dörfer lösten die Behörden Alarm aus, weil die Flammen bedrohlich nahe an die Siedlungen herangerückt waren.

Auch in Griechenland waren in den vergangenen Tagen Waldbrände ausgebrochen. Ein großer Brand bedroht ein Waldgebiet im Westen des griechisch-türkischen Grenzflusses Evros. Die Flammen wüten am Rand des Dadia-Nationalparks, eines der größten Waldgebiete im Südosten Europas. Vier Hubschrauber, vier Löschflugzeuge und die Besatzungen von 65 Löschfahrzeugen seien im Einsatz, teilte die griechische Feuerwehr am Freitag mit. Das unwegsame Gelände erschwere die Löscharbeiten, sagte der Chef der Feuerwehr der Region, Konstantinos Koukouras, dem griechischen TV-Sender Mega.

Wegen der lang anhaltenden Trockenheit herrscht in weiten Teilen Griechenlands extreme Brandgefahr. Das Land verfügt über 86 Löschflugzeuge und Hubschrauber. Zudem sind diesen Sommer zahlreiche Feuerwehrleute aus EU-Staaten in Griechenland im Einsatz; darunter auch aus Deutschland.

wit/dpa
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