Wetter in Deutschland Bis zu 36 Grad - und dann drohen Unwetter

Das Wochenende bietet Sonne und heiße Temperaturen. Aber in einigen Regionen folgen Schauer und Gewitter. Und die, warnt der Wetterdienst, können heftig werden.
Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein: Das sonnige Wetter nutzen manche für einen Ausflug ans Meer

Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein: Das sonnige Wetter nutzen manche für einen Ausflug ans Meer

Foto: Daniel Reinhardt/ DPA

Auf die Hitze folgen Gewitter: In Deutschland wird es auch an diesem Samstag heiß. Zwischen 30 und 36 Grad werden erwartet, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte.

Im Laufe des Tages zieht demnach ein Band von Schauern und Gewittern von West nach Ost, was auch unwetterartig ausfallen könne. Zwischen 25 und 40 Liter Regen pro Quadratmeter und Hagel seien möglich. Wo genau, sei aber nicht vorhersagbar. "Es ist sehr schwierig, hier eine Region abzustecken, wo es zu Unwettern kommt", sagte DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel.

Am Freitagnachmittag war im südbadischen Rheinfelden mit 38,5 Grad Celsius der bislang höchste Wert des Jahres gemessen worden. Es folgten die Wetterstationen Trier-Petrisberg (Rheinland-Pfalz) mit 38,4 und Saarbrücken-Burbach (Saarland) mit 37,9 Grad. Der bisherige Spitzenwert für 2020 lag bei 34,9 Grad, aufgestellt am vergangenen Dienstag im bayerischen Passau. Von den Rekordwerten des Hitzesommers 2019 sind die Temperaturen aber noch ein gutes Stück entfernt - im Juli vor einem Jahr wurden bis zu 42,6 Grad gemessen. 

Ein weiterer Rekord ist laut DWD an diesem Samstag angesichts der Wolken, Gewitter und Schauer aber nicht zu erwarten. Demnach wird es vermutlich in Nordbayern am heißesten. Nur im Norden und auf den Berggipfeln wird es kühler als 30 Grad bleiben.

Der Juli in Deutschland endete heiß. Und war - wie der DWD nach einer Auswertung von rund 2000 Messstationen bilanzierte - auch viel zu trocken.

Mit rund 50 Litern pro Quadratmeter erreichte der Juli nur 65 Prozent seines Solls von 78 Litern. Gebiete, in denen das Niederschlagssoll erfüllt wurde, lagen meist im Süden und im hohen Norden.

Am 2. Juli verzeichnete Murnau am Staffelsee mit 96,8 Litern pro Quadratmeter die bundesweit höchste Tagesmenge. Am nassesten insgesamt war es mit bis zu 240 Litern in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen. Im Südwesten fielen hingegen gebietsweise nur knapp zehn Liter pro Quadratmeter.

sen/dpa
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