Wetter in Deutschland Kalt in den Mai

Unbeständiges Wetter mit sinkenden Temperaturen: Der Mai startet in Deutschland vielerorts kalt und regnerisch. Die schlechten Aussichten haben aber auch positive Effekte.
Vielerorts könnte es in Deutschland auch regnen

Vielerorts könnte es in Deutschland auch regnen

Foto: Henning Kaiser / picture alliance / dpa

Das Frühlingswetter wird sich in den kommenden Tagen vielerorts schon wieder zurückziehen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigte für die kommenden Tage unbeständiges Wetter mit sinkenden Temperaturen an. Sommerliche Werte sind auch für die erste Maiwoche nicht in Sicht.

Am Donnerstag breitet sich das Tief »Beat« aus, es sorgt in Nord- und Süddeutschland für viele Wolken und etwas Regen. Bessere Aussichten gibt es von Rheinland-Pfalz bis hinüber nach Brandenburg. Dort zeigt sich zeitweise die Sonne, allerdings gibt es auch einige Schauer und kräftige Gewitter. Die Temperaturen steigen noch einmal bis auf 12 Grad im Norden und 20 Grad im Südosten.

Ungemütlich vor allem im Norden

Am Freitag liegen die Werte zwischen 10 und 18 Grad, am wärmsten wird es an der niederbayerischen Donau. Über der südlichen Mitte Deutschlands bleibt es trocken, manchmal lässt sich die Sonne blicken. Ansonsten – vor allem in der Nordhälfte – ist es stark bewölkt, vereinzelt regnet es. Das wechselhafte und eher kühle Wetter setzt sich am Wochenende fort. Dafür sorgt ein neues Tief, es beschert vielen Regionen Regen.

»Damit wird die Waldbrandgefahr in den nächsten Tagen abnehmen«, sagte der DWD-Meteorologe Christopher Böttcher. Am Mittwoch war in fast allen Landkreisen Brandenburgs die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen worden, einen Tag zuvor brach in München ein Waldbrand aus. In den vergangenen Frühjahren sei die Waldbrandgefahr höher gewesen, erklärte Böttcher. »Vor allem 2018, als es sehr trocken und heiß war, und 2019 nach dem trockenen Winter.«

April wohl erstmals seit Jahrzehnten zu kalt

Nach drei sehr warmen und trockenen Aprilmonaten in den Jahren 2018, 2019 und 2020 zeichnet sich zumindest in diesem Jahr eine Trendwende ab.

2021 könnte der Monat unter der Temperaturnorm des langjährigen Mittels liegen. Er könnte sich sogar als kältester Aprilmonat der vergangenen 30 Jahre erweisen. Die vorläufige Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) steht erst Ende der Woche an. Nach Angaben der Website »Wetterkontor.de « liegen die Durchschnittstemperaturen derzeit überall deutlich unter dem Schnitt der vorherigen 30 Jahre.

bam/dpa