Wetter Leichte Abkühlung ist angesagt

Die erste Jahreshälfte war in manchen Teilen Deutschlands noch trockener als die des vergangenen Jahres. Das verschärft die Dürre. In den kommenden Tagen ist aber Abkühlung und Regen angesagt.

Im Süden und teilweise auch in der Mitte Deutschlands gibt es viele Wolken mit Schauern oder Gewittern (Im Bild ein Unwetter mit Blitzen über dem Deister in Niedersachsen am 15. Juni)
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Im Süden und teilweise auch in der Mitte Deutschlands gibt es viele Wolken mit Schauern oder Gewittern (Im Bild ein Unwetter mit Blitzen über dem Deister in Niedersachsen am 15. Juni)


Die Dürre des vergangenen Jahres dauert nach Daten des Deutschen Wetterdiensts (DWD) in einigen Regionen Deutschlands an und hat sich teilweise sogar verschärft. Das gelte für das westliche Franken, das Saarland sowie den Süden von Rheinland-Pfalz, sagte der DWD-Mitarbeiter Andreas Becker. Betroffen sei auch das Vier-Ländereck Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Besonders in diesen Landstrichen sei es zwischen 1. Januar und 13. Juni 2019 noch trockener gewesen als im Vorjahreszeitraum. Es fiel nach Radardaten des DWD nur 50 bis 70 Prozent der Regenmenge des Vorjahreszeitraums, teilweise sogar noch weniger. Andernorts in Deutschland war es demnach nasser, im Süden Sachsens oder im Südosten Bayerns beispielsweise.

Eine Maispflanze steht auf einem von der Dürre geschädigtem Maisfeld in der Region Hannover (Archivbild)
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Eine Maispflanze steht auf einem von der Dürre geschädigtem Maisfeld in der Region Hannover (Archivbild)

Ein anderes Bild zeigt der Blick auf den bundesweiten Durchschnitt, der ausweislich der zwischen Januar und Ende Mai bei 290,6 Liter Regen pro Quadratmeter liegt. Im Vorjahreszeitraum waren es mit 254,3 Liter deutlich weniger. Das Mittel der Jahre 1971 bis 1990 liegt bei 291,8 Liter, das der Jahre 1981 bis 2010 bei 302,6. "Demnach sind die Werte in diesem Jahr genau im Schnitt oder leicht unterdurchschnittlich", sagte Becker. Das Thema Dürre könne deshalb noch nicht für beendet erklärt werden.

Am Sonntag wird es etwas kühler

Eine Hitzewelle ist in Deutschland derzeit allerdings nicht in Sicht. Die Temperaturen kommen in den kommenden Tagen nicht mehr über die 30-Grad-Grenze hinaus oder kratzen höchstens ganz leicht daran, wie der DWD berichtete. Am Sonntag liegen die Höchstwerte sogar "nur" noch zwischen 20 und 25 Grad, an der Küste wird es noch etwas kühler.

Die Sonne lässt sich dazu zumeist nur im Norden sowie in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz blicken. Im Süden und teilweise auch in der Mitte Deutschlands gibt es viele Wolken mit Schauern oder Gewittern.

Auf bis zu 29 Grad klettern die Temperaturen zum Start in die neue Woche am Montag. Bei einem Wechsel von längerem Sonnenschein und Quellwolken bleibt es meist trocken. Auch für den Dienstag sagen die Meteorologen heiteres bis wolkiges Wetter voraus. Dann kann örtlich - etwa in Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg und Hessen - die 30-Grad-Marke wieder geknackt werden.

bam/dpa

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