Bis zu 120 Liter pro Quadratmeter Wetterdienst warnt vor Überflutungen in Teilen Deutschlands

Der ersehnte Regen kommt – teils aber wohl in viel zu großen Mengen: Im Osten Deutschlands wird ein heftiger Niederschlag erwartet. Der Westen geht hingegen nahezu leer aus.
Starkregen über Berlin (Symbolbild)

Starkregen über Berlin (Symbolbild)

Foto: Andreas Friedrichs / IMAGO

Endlich regnet es – doch mancherorts dürfte das ersehnte Nass nun in viel zu großen Mengen vom Himmel fallen: Für Freitag und die Nacht auf Samstag sagt der Deutsche Wetterdiensts (DWD) vom Erzgebirge bis zu den Alpen heftige und länger anhaltende Schauer voraus. In 24 Stunden könnten es bis 60, gebietsweise bis 120 Liter pro Quadratmeter Regen sein, teilte der DWD mit.

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»Diese Mengen könnten dann durchaus die Donau sowie die Flüsse südlich dieser anschwellen lassen und regional Überflutungen herbeiführen«, sagte DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel. Auch im Nordosten könnten kräftige Schauer und Gewitter beachtliche Mengen an Regen bringen. Der Westen und die Mitte gehen dagegen nahezu leer aus.

Temperaturen bis zu 30 Grad

Am Freitag macht sich der Vorhersage zufolge über dem Osten und Süden sowie dem Nordwesten zunächst dichtere Quellbewölkung breit. Es folgen im Nordwesten einzelne, sonst häufig kräftige und teils länger anhaltende gewittrige Niederschläge mit Unwetterpotenzial. Vom Südwesten bis nach Mitteldeutschland und ins südliche Niedersachsen hinein bleibt es dagegen weitgehend trocken. Dazu wird es zwischen 20 Grad im Allgäu und 30 Grad im Rhein-Main-Gebiet warm.

Der Samstag bringt dem Südosten weiteren Regen. Ansonsten ist es laut DWD wechselnd oder gering bewölkt und meist trocken bei Höchstwerten zwischen 22 und 28 Grad. Einzelne Schauer und Gewitter sind noch am Sonntag unterwegs, ansonsten sagt der DWD einen weitgehend trockenen Tag mit viel Sonne und Höchstwerten zwischen 21 und 29 Grad voraus.

In Deutschland herrscht in vielen Regionen extremer Niederschlagsmangel. Wegen der anhaltenden Trockenheit hatte der Rheinpegel in Emmerich kurz vor der niederländischen Grenze erst kürzlich einen neuen Tiefstand erreicht und war dann noch weiter bis unter die Nullmarke gefallen. Der bisherige historische Tiefststand hatte bei sieben Zentimetern Ende Oktober 2018 gelegen.

bam/dpa
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