Wetter in Deutschland Ein Hauch Frühling - dann wird es wieder kalt

Die warme Jacke schon wegpacken? Besser nicht, denn auch wenn es gerade im Norden sonnig und mild ist - kommende Woche kühlt es sich wieder ab.

Frühling vor dem Berliner Fernsehturm
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Frühling vor dem Berliner Fernsehturm


Nach kühlen und regnerischen Tagen ist für wenige Tage der Frühling in Deutschland eingezogen - zumindest im Norden und im Osten. Dort zeigt sich vor allem der Sonntag von seiner sonnigen Seite und ist mit Höchsttemperaturen von 22 Grad angenehm mild, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. "Es wird ein freundlicher Frühlingstag", kündigte eine DWD-Meteorologin an.

Bei aller Freude über die Sonne solle man den Sonnenschutz nicht vergessen, riet der DWD auf Twitter. Insbesondere empfindliche Haut, beispielsweise von Kindern, müsse geschützt werden.

Weniger freundlich sieht es hingegen im Südwesten aus: Dort bleibt es den Angaben zufolge mit 10 bis 16 Grad weiterhin recht frisch. Zudem fällt zwischen Eifel und Alpen Regen, der sich hartnäckig mindestens bis zum Mittwoch hält. Wo die Wettergrenze in der kommenden Woche genau verläuft, können die Meteorologen aber noch nicht sagen.

Auch hält sich das Frühlingswetter nicht sonderlich lange. Denn ab Dienstag strömt wieder kühle Luft nach Deutschland. Die Temperatur geht von Tag zu Tag etwas zurück. "Nachts drohen immer öfter Frost und Bodenfrost, und auch tagsüber ist es statt frühlingshaft mild eher kühl", sagte die Meteorologin.

Während Iran erneut mit Überschwemmungen kämpft, sind in Deutschland die Dürre-Defizite nach dem Hitzesommer 2018 vor allem im Osten noch immer nicht ausgeglichen. Der sogenannte Niederschlagsindex sei vor allem in Thüringen, in der Region um Erfurt sowie im Rhein-Main-Gebiet niedrig, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Auch am Oberrhein sei es vergleichsweise trocken.

Dabei war der März laut DWD-Bilanz recht niederschlagsreich. Mit rund 75 Litern pro Quadratmeter brachte der erste Frühlingsmonat etwa 130 Prozent seines Niederschlagsmittels von 57 Litern pro Quadratmeter. Allerdings fielen im Oberrheingraben und im Thüringer Becken örtlich weniger als 25 Liter Regen pro Quadratmeter.

Das vergangene Jahr gehörte zu den niederschlagsärmsten seit Beginn regelmäßiger Messungen im Jahr 1881. Von Februar bis November 2018 blieben zehn Monate in Folge zu trocken. Die Folgen bekommen nicht nur Landwirte auch noch in diesem Jahr zu spüren. Auch die Wälder sind derzeit stärker für Schädlinge anfällig, die sich bei warmem und trockenem Wetter rasch fortpflanzen könnten. Ein Sprecher von Hessen-Forst sagte: "Für die Wälder wäre es wünschenswert, wenn es bis Juni bei Temperaturen um zehn Grad regnet."

kko/dpa

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