Nach Rekordtemperaturen im Oktober Es wird Herbst (zumindest vorübergehend)

Die Sonne macht sich rar, die Temperaturen sinken: Deutschlandweit müssen sich die Menschen vorerst auf herbstliches Wetter einstellen. In den Alpen erwartet der DWD oberhalb von 1300 Metern Schnee.
Wolken über dem Windpark bei Holzweiler in NRW

Wolken über dem Windpark bei Holzweiler in NRW

Foto: Jochen Tack / imago images/Jochen Tack

Es wird vorerst kühler und herbstlicher in Deutschland: In den kommenden Tagen zieht ein Tief über Mitteleuropa und bringt, zumindest vorübergehend, kältere Luftmassen mit sich. Dabei wird in den Alpen auch Schnee erwartet, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Allerdings: »Ein starker und nachhaltiger Wintereinbruch mit Schneefällen auch in den Mittelgebirgen ist noch nicht in Sicht«, sagte DWD-Meteorologe Marco Manitta.

Der Prognose zufolge bleibt es am Freitag im Süden und Osten trüb und regnerisch. An den Alpen soll es auch längere Zeit regnen und oberhalb von 1300 Metern schneien. »Bis zum Abend kann sich eine bis zu 15 Zentimeter hohe Neuschneedecke bilden«, sagte Manitta. Die Sonne zeige sich nur ab und an im Nordwesten bei vereinzelten Schauern. Die Höchstwerte liegen nur noch bei 13 Grad an der Nordsee und 6 Grad an den Alpen. Dazu kann es böigen West- bis Nordwestwind geben.

Auch am Samstag zeigt sich der Himmel vielerorts wolkenverhangen. Vor allem im Süden und an der Nordsee werden gebietsweise Regen oder einzelne Schauer erwartet, sonst bleibt es meist trocken. Die Temperaturen erreichen 8 bis 14 Grad.

Rekordtemperaturen im Oktober

Am Sonntag bleibt es im Westen und Nordwesten stark bewölkt bis bedeckt, und es gibt gebietsweise Regen. Sonst ist es dem DWD zufolge teils wolkig, teils sonnig – vor allem an den Alpen sowie am Nordrand einiger Mittelgebirge. In den Niederungen Süddeutschlands kann es örtlich beständigen Nebel geben. Die Höchstwerte liegen erneut bei 8 bis 14 Grad, bei Dauernebel werden laut den Meteorologen kaum 5 Grad erreicht.

Zuletzt hatte das Wetter in Deutschland eher an den Frühling erinnert. Der vergangene Monat könnte der wärmste Oktober seit Aufzeichnungsbeginn sein. Meteorologen gehen von einem Durchschnittswert von 12,5 Grad aus, das entspricht dem Rekordwert aus dem Jahr 2001. Da es um zehntel Grad gehe, sei noch offen, ob der bisherige Oktoberspitzenwert vielleicht sogar noch übertroffen werde, hieß es beim DWD in Offenbach .

Die Temperaturen hätten eher dem »hierzulande typischen Mai« entsprochen, erklärte ein Sprecher. Es sei »wieder ein Blick in unsere Klimazukunft«. Fest stehe bereits: »Damit fallen fünf der wärmsten Oktober seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1881 in das zurückliegende Jahrzehnt.«

bam/dpa
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