Wetter in Deutschland Fast 40 Grad am Wochenende - Juli zu trocken

Hohe Temperaturen, Tropennächte, Gewitter: Der Juli endet in Deutschland mit einer kurzen Hitzewelle. Insgesamt war der Monat wieder einmal zu trocken.
Viel Wasser wird bei Temperaturen über 30 Grad empfohlen

Viel Wasser wird bei Temperaturen über 30 Grad empfohlen

Foto: Wolfgang Kumm / picture alliance / dpa

Mit einer kurzen, aber intensiven Hitzewelle verabschiedet sich ein viel zu trockener Juli. "Vor allem im Südwesten machen die Hundstage ihrem Namen vorübergehend alle Ehre", sagte Jens Bonewitz vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Als Hundstage wird in Europa umgangssprachlich die Zeit vom 23. Juli bis 23. August bezeichnet, in der es für gewöhnlich am heißesten ist.

Am Freitag scheine schon kräftig die Sonne, sagte Bonewitz - "mit kleinen Schönheitsfehlern im Schwarzwald und an den Alpen". Im Südwesten können die Temperaturen lokal 37 bis 38 Grad erreichen. Mit Ausnahme des Nordens und Nordostens steigen die Werte auch überall sonst auf mehr als 30 Grad, zum Teil liegen sie deutlich darüber. "Die Wärmebelastung ist durchaus stark und die darauffolgende Tropennacht tut ihr übriges", sagte Bonewitz. In Tropennächten fallen die Temperaturen nicht unter 20 Grad.

Auch am Samstag wird es heiß. Im Süden und Südwesten kann es erneut bis zu 38 Grad warm werden. Am Sonntag bringt eine westliche Strömung kühlere Luft und die 30-Grad-Marke wird wohl nur noch ganz im Osten angerissen. Das Schauer- und Gewitterrisiko steigt schon ab Samstag von Westen her deutlich an. Die neue Woche startet kühler bei Temperaturen zwischen 22 und 27 Grad.

DWD-Bilanz: Zu trocken

Der Monat endet nicht nur heiß, er war - wie der DWD nach einer Auswertung von rund 2000 Messstationen bilanzierte - auch viel zu trocken.

Mit rund 50 Litern pro Quadratmeter erreichte der Juli nur 65 Prozent seines Solls von 78 Litern. Gebiete, in denen das Niederschlagssoll erfüllt wurde, lagen meist im Süden und im hohen Norden.

Am 2. Juli verzeichnete Murnau am Staffelsee mit 96,8 Litern pro Quadratmeter die bundesweit höchste Tagesmenge. Am nassesten insgesamt war es mit bis zu 240 Litern in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen. Im Südwesten fielen hingegen gebietsweise nur knapp zehn Liter pro Quadratmeter.

bam/dpa
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