Wetter Hoch "Keywan" bringt Deutschland sommerliche Temperaturen

In vielen Regionen Deutschlands wird in den kommenden Tagen die 20-Grad-Marke deutlich überschritten. Damit Leute trotzdem nicht rausgehen, setzt die Polizei mitunter Drohnen ein, um die Einhaltung der Regeln zu überwachen.
Sonnenschein im fast menschenleeren Stuttgart

Sonnenschein im fast menschenleeren Stuttgart

Foto: Leif-Hendrik Piechowski/ imago images/Lichtgut

Deutschland steht ein Wochenende mit fast schon sommerlichen Temperaturen bevor. Vor allem entlang des Rheins locken laut Deutschem Wetterdienst (DWD) am Sonntag Höchstwerte von bis zu 22 Grad und Sonnenschein nach draußen. Politiker, Behörden und Kommunen mahnen jedoch eindringlich, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie geltenden Beschränkungen einzuhalten und auf Aufenthalte im Freien zu verzichten. Vielerorts wurden die Parkplätze beliebter Ausflugsziele und Naherholungsgebiete daher gesperrt.

Ursache für den Wetterumschwung ist Hoch "Keywan", das aus Süden sehr milde Luft nach Deutschland bringt. "Der Zustrom der kalten Luft hat inzwischen nachgelassen, und an diesem Wochenende verlagert sich das Hoch von Westeuropa nun Richtung Mitteleuropa", sagte eine DWD-Meteorologin. Während es am Samstag in der Osthälfte Deutschlands mit 8 bis 14 Grad noch verhältnismäßig kühl ist und sich die Sonne erst im Laufe des Tages gegen die Wolken durchsetzt, steigt in der Westhälfte die Temperatur bereits auf 13 bis 17 Grad.

Am Montag bis zu 23 Grad

Am Sonntag und vor allem am Montag wird in vielen Regionen die 20-Grad-Marke deutlich überschritten. Am Montag können es bei viel Sonne sogar 23 Grad werden. Nur ganz im Nordosten bleibt das Thermometer bei 14 Grad stehen. Selbst nachts gibt es ab Dienstag zunächst keinen Frost mehr. In den meisten Regionen gehen die Temperaturen gerade einmal auf 9 bis 2 Grad zurück.

Um mögliche Ausflügler fernzuhalten, riegelt die Polizei im Rheingau die Zufahrten zu Sehenswürdigkeiten ab. Betroffen sind unter anderem das Kloster Eberbach, die Schlösser Vollrads und Johannisberg sowie das Niederwalddenkmal oberhalb der Stadt Rüdesheim, wie das zuständige Polizeipräsidium in Wiesbaden mitteilte.

In den engen Gassen der Touristen-Hochburgen und an den Ausflugszielen am Rhein könnte andernfalls der vorgeschriebene Mindestabstand nicht eingehalten werden, begründete die Behörde die Maßnahme. In Frankfurt am Main will die Polizei mit einer Drohne kontrollieren, ob sich in den Parks bei dem schönen Frühlingswetter nicht zu viele Menschen auf einmal aufhalten.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, das Niederwalddenkmal liege oberhalb von Rüsselsheim, tatsächlich liegt es oberhalb von Rüdesheim. Wir haben den Fehler korrigiert.

bam/dpa

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