Sturmtief »Klaus« Deutscher Wetterdienst warnt vor Unwettern an der Nordseeküste

Teile Deutschlands müssen sich auf einen stürmischen Tag einstellen. An der Nordsee fallen Schiffsverbindungen aus, in Recklinghausen wird das Impfzentrum geschlossen, und Hannover warnt davor, Wälder zu betreten.
Grau, regnerisch, windig: Der Strand von St. Peter-Ording ist beinahe menschenleer (Foto vom 10. März)

Grau, regnerisch, windig: Der Strand von St. Peter-Ording ist beinahe menschenleer (Foto vom 10. März)

Foto: Bodo Marks / dpa

Es wird ungemütlich im Norden und Nordwesten Deutschlands: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die Nordseeküste in Niedersachsen und Schleswig-Holstein Unwetterwarnungen herausgegeben , die ab dem Mittag beziehungsweise frühen Nachmittag gelten.

Der DWD  erwartet kräftige Schauer und einzelne Gewitter. Es bestehe die Gefahr von schweren Sturmböen oder orkanartigen Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Auch auf dem Brocken und im Hochschwarzwald müsse mit Sturm- und Orkanböen gerechnet werden.

Bereits in der Nacht und am Morgen seien erste Ausläufer des Tiefs »Klaus« zu spüren gewesen, berichteten unter anderem WDR  und NDR . Bislang habe die Polizei aber noch keine größeren Schäden gemeldet.

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Die Städte und Gemeinden in den betroffenen Regionen bereiten sich jedoch auf das Tief vor. So kündigte die Wyker Dampfschiffs-Reederei in Schleswig-Holstein an, die Verbindungen zwischen Schlüttsiel und den Halligen ausfallen zu lassen. Die niedersächsische Hauptstadt Hannover  warnte vor dem Betreten städtischer Wälder und Parkanlagen. Außerdem bleiben in der Stadt unter anderem der Tiergarten und der Stadtpark geschlossen.

In Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen wird das Impfzentrum von 11 bis 15 Uhr geschlossen . In dieser Zeit sei mit schweren Sturmböen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde, Schauern und Gewittern zu rechnen, erklärte der Kreis. Die Termine würden kurzfristig nachgeholt.

Voraussichtlich am Samstag soll bereits das nächste Sturmtief mit Windstärke 8 bis 9 über das Land ziehen. »Es bleibt weiterhin ruppig«, sagte ein DWD-Meteorologe.

Ursache für die derzeit kräftigen Winde ist eine sogenannte Westwetterlage. Dabei ziehen Tiefdruckgebiete in rascher Abfolge vom Nordatlantik über Skandinavien nach Osten und beeinflussen mit ihren Ausläufern auch Deutschland. Sie bringen neben Wind auch Regen und Schauer. Am Sonntag gehen die Niederschläge voraussichtlich bei Tageshöchsttemperaturen von vier bis neun Grad in Graupel und Schnee über.

bbr/dpa
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