Gewitter, Hagel, Sturm Wetterdienst erwartet »extremes Unwetter«

Es drohen massive Schäden: Am Donnerstag soll es die ersten Gewitter geben, am Freitag geht es mit dem Unwetter weiter. Sogar sogenannte Superzellen und Tornados könnten entstehen.
Überflutete Straße (Archivbild): Das Unwetter könnte massive Schäden anrichten

Überflutete Straße (Archivbild): Das Unwetter könnte massive Schäden anrichten

Foto: Gottfried Czepluch / IMAGO

Deutschland steht laut Deutschem Wetterdienst (DWD)  mit großer Wahrscheinlichkeit am Freitag ein »extremes Unwetter« mit Gewitter, Hagel und Sturm bevor.

Nach Einschätzung eines DWD-Meteorologen dürfte vielerorts die höchste Warnstufe (Stufe 4) ausgerufen werden: »Damit drohen dort, wo der Gewitterkomplex langzieht, massive Schäden«, sagte der Wetterforscher in Offenbach.

Wahrscheinlich bilden sich demnach auch sogenannte Superzellen – sich drehende Systeme mit starken Aufwinden, die sich völlig eigenständig und damit schwer vorhersehbar bewegen. Auch für Tornados gebe es »ideale Bedingungen«.

Gewitter-Orte noch unklar

Vor allem die Mitte Deutschlands ist laut DWD am Freitag von dem Unwetter betroffen. Wo genau sich die Gewitter entladen, kann den Angaben zufolge erst wenige Stunden vorher sicher gesagt werden.

Für Donnerstag hat der Deutsche Wetterdienst  mittlerweile für die westlichen Teile Nordrhein-Westfalens eine amtliche Warnung vor schwerem Gewitter herausgegeben. Das Unwetter erreicht laut DWD zunächst den Westen des Münsterlandes, des Ruhrgebiets und des Rheinlands. Dort könnte es ab dem Nachmittag zuerst zu orkanartigen Böen und heftigem Starkregen kommen. Die Menschen müssten zudem mit Hagelkörnern rechnen.

SPIEGEL-Wetterexperte Jörg Kachelmann warnt: »Fahren Sie nicht in überschwemmte Straßenabschnitte. Meiden Sie Bäume und alle Fluggegenstände im Gewitter. Seien Sie kein Ziel für den Blitz, der schlägt gern auch direkt in Sie, wenn Sie neben einem hohen Baum oder Haus stehen. Sehen Sie einen Tornado – nächsten Keller aufsuchen!«

Im Emsland erwartete der Deutsche Wetterdienst (DWD) schon am Donnerstagvormittag Schauer und Gewitter, im Westen und Nordwesten sowie im Schwarzwald und an den Alpen vor allem ab dem Nachmittag. Dort kann es auch Unwetter mit Starkregen von bis zu 40 Liter pro Quadratmeter, Sturm- oder Orkanböen bis um die 100 Kilometer pro Stunde und drei Zentimeter große Hagelkörner geben.

Grund für die Gewitter ist eine warme und zunehmend sehr feuchte Luftmasse, die aus dem Westen kommt. Tagsüber wird es schwülwarm bis heiß, mit Temperaturen von bis zu 27 und 32 Grad. Im Südosten und Osten Deutschlands ist es am Donnerstag dagegen sonnig und trocken.

ptz/dpa