Gefrierender Regen Wetterdienst warnt vor Glatteis

Regen und Wind statt Schnee, dazu die Gefahr glatter Straßen: Meteorologen sagen ungemütliche Tage voraus. Mancherorts werden ab Mitte kommender Woche Temperaturen über zehn Grad erwartet.
Winterlandschaft im Sauerland: Wie lange bleibt die weiße Pracht?

Winterlandschaft im Sauerland: Wie lange bleibt die weiße Pracht?

Foto: Henning Kaiser / dpa

Von nachweihnachtlicher Winterstimmung ist vielerorts in Deutschland in den kommenden Tagen wohl wenig bis gar nichts zu spüren. Stattdessen wird es nass – und womöglich gefährlich.

Vor allem für Sonntagabend und die Nacht zum Montag bis in den Vormittag hinein warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Glatteis von der Oberpfalz über Thüringen und Nordhessen bis ins südliche Niedersachsen. »Es ist Vorsicht geboten, wenn man dort draußen unterwegs ist«, sagte DWD-Meteorologe Marco Manitta.

Den Prognosen zufolge wird östlich der Elbe erneut eine strenge Frostnacht erwartet, während die Nacht im Südwesten mit etwas Nieselregen frostfrei verläuft.

Verantwortlich für das Glatteis ist laut Wetterdienst Tief »Per« mit seinem über dem Seegebiet nördlich von Irland liegenden Kern. Es schaufle milde Atlantikluft langsam nordostwärts. »In diesem Zusammenhang nimmt die Temperatur vor allem in höheren Luftschichten deutlich zu, sodass leichte Niederschläge meist als Regen fallen, die dann auf den gefrorenen Boden treffen und zu gefährlichem Glatteis führen«, sagte Manitta.

Bis Mitte der kommenden Woche vertreibt laut DWD das neue Atlantiktief «Roland» die letzten Reste der Kaltluft auch aus dem äußersten Nordwesten. Dabei könne es in der Nacht zum Dienstag in Ostbayern und in der Nacht zum Mittwoch an der Grenze zu Polen noch zu Glatteisregen kommen.

Ungewöhnlich milde Temperaturen mit Höchstwerten zwischen zehn und 15 Grad werden ab Mittwoch im Westen und Südwesten sowie im äußersten Osten erwartet. »Frost, Glätte, Glatteis und Schnee werden durch Wind und viel Regen ersetzt«, sagte Manitta.

Dabei drohe eine Dauerregenlage in den westlichen und südlichen Mittelgebirgen sowie an den Alpen. Hinzu komme, dass die Schneefallgrenze auf über 2000 Meter steige, sodass zusätzlich Schneeschmelze für steigende Flusspegelstände sorgen könne.

ulz/dpa