Wetterchaos in den USA Sommerliche Wärme im Osten, Tornados im Süden

An der US-Ostküste ist es schwül wie sonst im Frühsommer. Im Landesinneren wüten Tornados - acht Menschen kamen ums Leben. Im Westen warnen die Behörden vor Winterstürmen.

Picknick im New Yorker Central Park am Heiligabend: Das Wetter spielt verrückt
AFP

Picknick im New Yorker Central Park am Heiligabend: Das Wetter spielt verrückt


Sommerliche Temperaturen im Osten, Tornados im Süden, Winterstürme im Westen: In den USA spielt zu den Weihnachtsfeiertagen das Wetter verrückt. Subtropische Luft aus dem Golf von Mexiko hat am Heiligabend an der Ostküste für Rekordtemperaturen gesorgt.

Die Temperaturen stiegen am Heiligabend in Washington auf deutlich über 20 Grad Celsius, ähnliche Werte waren für New York vorhergesagt. In Miami im Sonnenstaat Florida rechneten die Meteorologen sogar mit 28 Grad.

"So warm war es am 4. Juli", dem US-Nationalfeiertag, sagte Tom Kines, der Wetterexperte von AccuWeather, über die erwarteten Temperaturen im Nordosten. Temperaturrekorde könnten nun fallen. Die Aufzeichnungen in den Städten an der Ostküste gehen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.

Die Skigebiete in den Bundesstaaten New York und Pennsylvania bleiben laut AccuWeather geschlossen. Um die Schneekanonen laufen zu lassen, sei es viel zu warm.

Tornado-Schäden in Tennessee: Die hohen Temperaturen im Osten führten offenbar zu den Stürmen
AP

Tornado-Schäden in Tennessee: Die hohen Temperaturen im Osten führten offenbar zu den Stürmen

Im Südosten und Mittleren Westen der USA hingegen herrschte Tornado-Gefahr: Am Mittwoch und Donnerstag kamen mindestens acht Menschen durch die Wirbelstürme ums Leben. Im Bundesstaat Mississippi starben nach Medienberichten vier Menschen, darunter ein sieben Jahre alter Junge. In Tennessee kamen drei Menschen um, einen weiteren Todesfall gab es in Arkansas.

Viele Häuser wurden beschädigt. Autos wurden umgeworfen und Bäume entwurzelt. Allein in Mississippi waren mehr als 8000 Menschen ohne Strom. Tornados wurden auch in den Bundesstaaten Indiana und Illinois gesichtet. Die frühlingshaften Temperaturen im Osten hätten zu den Stürmen geführt, berichtete der Sender NBC News.

Im Westen der USA wiederum warnte die Wetterbehörde vor Winterstürmen. Vor allem in höheren Lagen, etwa der Bundesstaaten Colorado und Utah, können die Menschen weiße Weihnachten feiern.

wal/dpa

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