Nach Sturmtief »Nadia« Deutscher Wetterdienst erwartet viel Schnee im Süden

Die Lage nach Sturmtief »Nadia« hat sich zwar entspannt – doch es bleibt ungemütlich. In den Alpen könnte eine Kombination aus Schneefällen und Sturmböen brisant werden.
Winterdienst: Schneepflug in Bayern (Archivbild)

Winterdienst: Schneepflug in Bayern (Archivbild)

Foto: Rolf Poss / imago images/Rolf Poss

Vor allem in Norddeutschland hat Sturmtief »Nadia« am Wochenende Schäden angerichtet und mehrere Unglücke verursacht. Die neue Woche soll etwas ruhiger starten. An der Nordseeküste und im Westen rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den frühen Montag mit Sturmböen von bis zu 88 Kilometern pro Stunde.

In den westlichen Mittelgebirgen kann es laut der Prognose schneien, an den Alpen ab dem Vormittag sogar stark – mit Schneeverwehungen durch Sturmböen. Dies könnte dort in den kommenden Tagen brisant werden. Bis Mittwoch könnten mehr als 60 Zentimeter Schnee fallen, warnte der DWD .

Grau, windig, nass

Für den Rest des Landes gilt den Meteorologen zufolge: Es wird grau, windig, nass und vereinzelt fällt Schnee auch bis in die tiefen Lagen.

Am Wochenende war Sturmtief »Nadia« mit gefährlichen Böen über Norddeutschland hinweggefegt. Im brandenburgischen Beelitz kam ein Fußgänger ums Leben, weil ein Wahlplakat umgeweht wurde und auf ihn stürzte. In Bremen erlitt ein Mensch in einem Park schwere Verletzungen, als ein Baum auf ihn fiel, und in Mecklenburg-Vorpommern verunglückte ein 16-Jähriger: Er fuhr mit seinem Motorrad gegen einen umgestürzten Baum und wurde schwer verletzt.

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde nach Angaben des DWD vom Sonntagmorgen auf der Hallig Hooge in Nordfriesland mit 127 Kilometern pro Stunde gemessen. Eine schwere Sturmflut setzte den Fischmarkt im Hamburger Stadtteil Altona vorübergehend unter Wasser, auch an anderen Küstenabschnitten gab es Sturmfluten. Vor allem in Norddeutschland fielen einzelne Züge aus.

Auch in den Nachbarländern gab es Tote: In Nordpolen starb ein 27-Jähriger, als ein Baum auf sein Auto stürzte. In Tschechien starb ein Arbeiter, als nahe Prag eine fünf Meter hohe Mauer in einem Industriegebiet durch den Wind einstürzte und ihn verschüttete.

wit/dpa
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