Sturm und Hagel an Pfingsten Schwere Gewitter erreichen Süddeutschland

Wind mit bis zu 120 km/h: Im Allgäu musste ein Radlader die Straßen von Hagelkörnern befreien. Auch für den Südwesten und die Mitte Deutschlands sagen Meteorologen teils schwere Unwetter voraus.
Kein Schnee: In Weiler im Allgäu fielen besonders große Hagelkörner

Kein Schnee: In Weiler im Allgäu fielen besonders große Hagelkörner

Foto: Davor Knappmeyer / dpa

Schwere Gewitter und starke Windböen haben den Süden Deutschlands erreicht. Teilweise ging das Unwetter mit heftigem Hagelschauer einher. Im Landkreis Lindau etwa sah es mancherorts so aus, als habe es geschneit: Straßen und Plätze lagen unter einer dicken weißen Hagelschicht, zur Beseitigung war unter anderem ein Radlader im Einsatz. Zudem habe es Meldungen zu umgestürzten Bäumen gegeben, teilte die örtliche Polizei mit. Es sei möglicherweise mit noch mehr Schäden zu rechnen, da weitere Gewitter in der Region vorhergesagt wurden.

Das Konzert der englischen Band »The Rolling Stones« im Münchner Olympiastadion – das erste von zwei Deutschland-Konzerten – verzögert sich wegen der Unwetterwarnung. Um 20:45 Uhr sollen die Rock-Urgesteine um Frontmann Mick Jagger die Bühne betreten.

Unwetter auch für den Südwesten und die Mitte Deutschlands vorausgesagt

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) müssen sich die Menschen südlich der Donau auch im weiteren Tagesverlauf auf eine erhöhte Unwettergefahr einstellen. Es werde mit Starkregen zwischen 25 und 50 Litern pro Quadratmeter gerechnet, lokal könnten bis zu 75 Liter fallen, teilte der DWD mit . Zudem kann es zu schweren Sturmböen und Orkanböen mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde kommen. Hagelkörner mit fünf Zentimeter Durchmesser seien möglich.

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Für den Südwesten und die Mitte der Republik sagen die Meteorologen ebenfalls Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter und örtlich bis zu 40 Liter voraus. Es wird mit Windgeschwindigkeiten bis zu 85 Kilometern pro Stunde und mit Hagelkörnern bis drei Zentimeter Durchmesser gerechnet.

In der Nacht zu Montag soll sich das Unwetter schließlich abschwächen und in Richtung Nordosten abziehen. Dann seien vor allem im westlichen und zentralen Mittelgebirgsraum einzelne Schauer und Gewitter möglich.

atb/dpa