Höchstwerte in Sachsen, Brände in Brandenburg Sonntag der bislang heißeste Tag des Jahres

Bis zu 39,2 Grad erreichten die Temperaturen am Sonntag: Ein neuer Höchstwert in diesem Jahr. In Brandenburg brennt es in mehreren Wäldern. Die Lage: »deutlich dramatischer als 2018«.
Feuer breitet sich bei einem Waldbrand bei Beelitz in Brandenburg weiter aus

Feuer breitet sich bei einem Waldbrand bei Beelitz in Brandenburg weiter aus

Foto: Cevin Dettlaff / dpa

Der Sonntag ist mit bis zu 39,2 Grad der bislang heißeste Tag des Jahres gewesen. Der Höchstwert wurde nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Cottbus (Brandenburg) und Dresden-Strehlen (Sachsen) gemessen. Im sächsischen Hoyerswerda wurde es ähnlich warm: Dort kletterte die Temperatur bis auf 39,0 Grad.

Zuvor waren am Samstagnachmittag die bis dato höchsten Temperaturen des Jahres ermittelt worden, an den Stationen Waghäusel-Kirrlach am Oberrhein (Baden-Württemberg) sowie in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) waren es da 37,1 Grad.

Ein deutscher Temperaturrekord ist das aber nicht: Laut DWD wurden am 25. Juli 2019 an Stationen in Duisburg und Tönisvorst (bei Krefeld) 41,2 Grad Celsius gemessen. Ein am selben Tag in Lingen gemessener Temperaturrekord von 42,6 Grad wurde später im Nachhinein annulliert.

Schwere Waldbrände in Brandenburg

In Brandenburg schloss Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) weitere Evakuierungen in dem östlichen Bundesland angesichts sich ausbreitender Waldbrände nicht aus. »Wir müssen damit rechnen, dass sich die aktuelle Lage weiter verschärfen kann«, sagte Woidke im Rundfunksender RBB. Es könne sein, »dass es zu weiteren Evakuierungen kommt«. Die Lage sei »deutlich dramatischer als 2018«.

Bei Treuenbrietzen kämpften Feuerwehr und Bundeswehr schon seit Freitag am Boden und aus der Luft gegen ein Feuer. Am Sonntagabend war der Brand erneut außer Kontrolle. Rund 600 Bewohnerinnen und Bewohner mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen. Die Einsatzleitung ordnete nach Angaben der Stadt Treuenbrietzen nacheinander die Evakuierung von drei Ortsteilen an. Zuvor hatten sich die Flammen in dem waldreichen Gebiet südlich von Berlin trotz andauernder Löscheinsätze auf etwa 200 Hektar ausgedehnt. Starke Winde heizten die Flammen immer wieder an. Auch ein Krankenhaus in Treuenbrietzen bereitete sich vorsorglich auf eine Evakuierung  vor.

Ebenfalls im Südwesten von Berlin mussten nach dem Ausbruch eines Waldbrands nahe Beelitz drei Straßen der Stadt evakuiert werden, wie Bürgermeister Bernhard Knuth dem RBB sagte. Bewohner anderer Straßen wurden aufgefordert, sich ebenfalls auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Nach Angaben des Bürgermeisters brennen auch bei Beelitz rund 200 Hektar. Dort versuchten 1000 Einsatzkräfte, die Flammen einzudämmen. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Knuth am Abend der Waldbrand sei mittlerweile unter Kontrolle.

tfb/dpa/AFP
Mehr lesen über Verwandte Artikel