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Wetter: Temperaturrekorde im Westen der USA

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Temperaturrekorde Westen der USA ächzt unter der Hitze

Die Hitzewelle im Westen der USA hat bereits ein Todesopfer gefordert, Dutzende Menschen müssen im Krankenhaus behandelt werden. In Phoenix stieg das Thermometer auf 48,3 Grad - Entspannung ist nicht in Sicht.

Hamburg - Eine gewaltige Hitzewelle lässt Temperaturrekorde in zahlreichen Städten im Westen der USA purzeln. In Phoenix im Bundesstaat Arizona wurden 48,3 Grad gemessen - so heiß war es dort Ende Juni noch nie. In Palm Springs in Kalifornien war es sogar 53,9 Grad heiß.

In der Glücksspielmetropole Las Vegas stieg das Thermometer auf 46 Grad, der Rekord liegt nur knapp darüber. In Salt Lake City im Bundesstaat Utah war es am Wochenende 41 Grad heiß, mehr als 2000 Kilometer südöstlich in Corpus Christi an der Golfküste von Texas zeigte das Thermometer 42 Grad an.

Dutzende weitere Städte von Palm Springs in Kalifornien bis Medford in Oregon meldeten Allzeit-Temperatur-Höchststände. "So ziemlich die gesamte Westküste ist betroffen", sagte der Meteorologe Todd Lericos vom Nationalen Wetterdienst.

Mindestens ein Mensch starb nach Angaben von Sanitätern, weil er die Hitze nicht vertrug. Er habe in Las Vegas in einem Haus ohne Klimaanlage gelebt, sagte Sprecher Tim Szymanski. Ein weiterer Mann werde seit Samstagnachmittag im Krankenhaus behandelt, sein Zustand sei kritisch. Er habe in seinem Auto einen Hitzeschlag erlitten, nachdem seine Klimaanlage ausgefallen war. Insgesamt sind den Angaben zufolge seit Beginn der Hitzewelle am Freitag etwa 40 Menschen in Las Vegas ins Krankenhaus gekommen.

"Die Notrufe werden in den kommenden Tagen wohl stark zunehmen", sagte Szymanski. Je länger die Hitzewelle andauere, desto belastender werde es für die Menschen - und desto dringender benötigten sie medizinische Hilfe. Die Behörden warnten vor zu langen Aufenthalten im Freien und vor Hitzeschlägen.

Gemeindezentren, Büchereien und Obdachlosenheime wurden mit zusätzlichen Klimageräten ausgestattet. Zooangestellte in Phoenix bespritzten die Elefanten mit Wasser und fütterten die Tiger mit gefrorenen Fischen.

Entspannung war zunächst nicht in Sicht. Den Experten zufolge wird die Hitzewelle bis Dienstag anhalten.

aar/Reuters/AP