Wetter zum Wochenende Regenschirm statt Sonnenschirm

Zwei Tiefs bringen kühlere Luft, teilweise wird es wohl auch regnerisch. Doch die Waldbrandgefahr bleibt - Brandenburg bereitet sich auf eine schwierige Saison vor.

Eine Gewitterfront zieht über eine Landstraße bei Haltern am See in Nordrhein-Westfalen
Marcel Kusch/ DPA

Eine Gewitterfront zieht über eine Landstraße bei Haltern am See in Nordrhein-Westfalen


Der Sommer im April ist wohl erst einmal vorbei: Gleich zwei Tiefs bringen am Wochenende kühlere Luft nach Deutschland. Am Sonntag steigen die Temperaturen nur noch auf 8 bis 16 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Im höheren Bergland könnten vor allem nachts einzelne Schneeflocken fallen.

Am Samstag ist es bewölkt. Vor allem über den Westen ziehen bei 10 bis 15 Grad Schauer hinweg, dazu ist es windig. Ansonsten steigen die Werte auf 15 bis 20 Grad. Im Westen und Süden sieht es nach einem eher regnerischen Sonntag aus, über lockere Wolken und Sonne können sich laut DWD am ehesten noch der Norden und Nordosten freuen. "Anstatt Sonnenschirm und T-Shirt muss an diesem Wochenende also wieder mit Regenschirm und Pulli oder Jacke vorliebgenommen werden", sagte Meteorologe Simon Trippler vom DWD.

Wechselhaftes Wetter

Für die kommende Woche ist ebenfalls wechselhaftes Wetter vorausgesagt. Insbesondere im Süden und Osten werden Regenfälle erwartet. In der Nordwesthälfte soll es meist trocken bleiben. Am Mittwoch, dem Maifeiertag, bleibt es voraussichtlich eher trocken.

Aufgrund der Trockenheit in Deutschland kam es bereits im April vielerorts zu Waldbränden. Nun gibt es zumindest an einigen Orten Entwarnung, so etwa an der Bleichlochtalsperre in Thüringen: Das Feuer dort ist gelöscht. Landrat Thomas Fügmann (CDU) erklärte am Nachmittag den Katastrophenfall für beendet, wie das Landratsamt in Schleiz mitteilte.

Sechs Tage und Nächte hatten Feuerwehren aus Thüringen und Bayern das Feuer an einem Steilhang in einem Waldstück bekämpft. Auf 15 Hektar Fläche hatten sich die Flammen ausgebreitet.

Brandenburg befürchtet schwierige Waldbrandsaison

In Brandenburg werden wegen der anhaltenden Trockenheit Flüsse aufgefüllt. Aus der Talsperre Spremberg mussten bereits 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser in die Spree und andere Flüsse der Region geleitet werden, damit sie in Bewegung bleiben, wie Kurt Augustin, Leiter der Abteilung Wasserschutz, sagte. Noch sei die Lage aber nicht dramatisch.

In Brandenburg wird nach 70 Waldbränden in diesem Jahr erneut mit einer schwierigen Saison gerechnet, wie Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) sagte. Das Land sehe sich aber gut vorbereitet. Am Freitag galt in 11 von 14 Kreisen sowie in den Städten Cottbus und Frankfurt (Oder) die höchste Gefahrenstufe für Waldbrand. Der Minister riet, den Wald möglichst zu meiden. Im Jahr 2018 gab es in Brandenburg 512 Waldbrände.

bbr/dpa

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