Wetterchaos Monsterwellen rollen auf Wellington zu

In Neuseeland steht das Wetter Kopf: Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern in der Stunde rast ein Sturm über die Hauptstadt. Im Hafenbecken schlugen die Wellen knapp 15 Meter hoch, während es nördlich von Wellington heftig schneite.


Wellington - Der schwere Sturm legt das öffentliche Leben in der neuseeländischen Hauptstadt nahezu komplett lahm. Der Fährverkehr kam zum Erliegen und zahlreiche Zugverbindungen wurden eingestellt. Sämtliche In- und Auslandsflüge wurden zunächst gestrichen und der Flughafen geschlossen, nachdem Teile der Dachkonstruktion abgerissen waren. Weil insgesamt 190 Flüge ausfielen, saßen 9000 Passagiere im Terminal fest.

Die heftigen Böen ließen Strommasten und Bäume umstürzen, vielerorts fiel der Strom aus. Schneewehen und Trümmer blockieren Autobahnen und Gleise. Für die Region rund um Wellington wurden Flutwarnungen für mehrere Flüsse gegeben. Eine Briefträgerin gilt seit 6 Uhr Ortszeit als vermisst. Die Polizei sucht die Gegend um Wairarapa nördlich von Wellington mit dem Hubschrauber nach ihr ab.

Schon mehrfach hatte Neuseeland in diesem Jahr mit Unwettern zu kämpfen: Vergangene Woche gingen nach heftigem Schneefall zahlreiche Lawinen auf der Südinsel ab, im Februar und Juli kam es bereits zu gewaltigen Überschwemmungen.



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